Mehr Freiheiten beim privaten Bauen

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Wie hier in Schweindorf schafft die Stadt Neresheim neue Baugebiete. Wie privates Bauen außerhalb der Baugebiete erleichtert werden kann, entscheidet am Montag der Gemeinderat.

Welche Erleichterungen außerhalb der Bebauungspläne gelten sollen.

Neresheim. Bauplätze sind gefragt und die Härtsfeldstadt schafft mit neuen Baugebieten in allen Ortsteilen kräftig Möglichkeiten für Bauwillige. Auch außerhalb der Flächen mit kommunalen Bebauungsplänen gibt und gäbe es Möglichkeiten, wo Häuser entstehen könnten. Nicht nur in den Weilern oder den Teilorten, sondern auch im Bereich der Kernstadt.

Um hier die Verfahren zur Schaffung des Baurechts für Privatpersonen zu vereinheitlichen und vor allem zu vereinfachen, hat die Verwaltung nach Vorgesprächen und Diskussionen jetzt einen Kriterienkatalog mit fünf Punkten aufgestellt. Bei einer digitalen Sitzung des Technischen Ausschusses am Mittwochabend wurden sie besprochen und darüber diskutiert.

„Wer bauen will, muss dann die gesamte Planung selbst in Auftrag geben und bezahlen. Es wird ein städtebaulicher Vertrag zwischen Stadt und Bauherren geschlossen, die Stadt macht das ganze Verfahren und stellt das Baurecht her“, beschreibt Bürgermeister Thomas Häfele in Kurzform die Absicht.

Natürlich gibt die Stadt dabei nicht die Bauleitplanung aus der Hand. „Das ist das Königsrecht jeder Kommune und der Grundstein jeglicher städtebaulichen Entwicklung“, heißt es in der Sitzungsvorlage dazu.

Der Kriterienkatalog wurde weitgehend diskutiert und geht über das Wochenende noch einmal in die Fraktionen. Insgesamt lautet die einstimmig bei einer Enthaltung getroffene Empfehlung, den Katalog anzunehmen. Am Montag soll in der Sitzung des Gemeinderates der Kriterienkatalog verabschiedet werden. Dann gibt es auch die genauen Daten und Fakten dazu.

Die Stimmen aus dem Ausschuss zum Thema Bebauungsplanverfahren für Privatpersonen waren durchaus verschieden. Bürgermeister Thomas Häfele sagte: „Erst muss es heißen: Was will ich machen, dann wird der Bebauungsplan erstellt.“

Dirk Hoesch meinte: „Wir sollen freier sein im Kleinen und bei späteren Abweichungen.“

Nikolaus Rupp: „Warum sollen wir im Vorfeld schon Einschränkungen machen? Wir sollten froh sein, wenn etwas entsteht.“

Josef Beyerle: „Wir sollten jedem die Möglichkeit geben auch außerhalb der Baugebiete etwas zu realisieren.“ Heribert Andres

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