Mit dem Mofa über die Schwäbische Alb

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Katja und ihre Tochter Johanna fahren mit ihren Mofas der Marke Rixe von Stuttgart über die Schwäbische Alb und das Härtsfeld in den Bayerischen Wald
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Mutter und Tochter entschleunigen sich im Urlaub auf einer Rixe.

Härtsfeld. Es sind Mofas. Darauf legt Katja wert. Die Mofas der Marke Rixe stehen auf dem Härtsfeld nahe Waldhausen-Beuren. Sie brauchen eine Pause, also die Mofas. Denn sie haben noch eine lange Reise vor sich und schon einige Kilometer hinter sich.

Katja ist die Mutter von Johanna. Corona brachte Mutter und Tochter auf die Idee, doch einfach einmal von Stuttgart in den Bayerischen Wald zu fahren. „Eigentlich war es die Idee meiner Mutter“, sagt Johanna und eigentlich begann es mit der Restauration der nostalgischen Mofas. „Erst haben wir in der Coronazeit die Mofas repariert, jetzt werden sie gefahren“, sagt Katja. Inzwischen genießt auch Tochter Johanna das entschleunigte Reisen. Ohne Google-Maps, sondern mit dem Kartenmaterial des bayerischen Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung sucht Katja immer nach den besten Wegen. „Auf der B29 möchte ich nicht fahren, und Lkw habe ich schon gar nicht gerne im Rücken“, sagt sie.

Apropos Rücken: Der schmerzt zuweilen nach einer Tagestour. Johannas Rixe aus dem Jahr 1969 hat noch keine Hinterraddämpfung. Auch Mamas 1973er Rixe würde einen modernen Physiotherapeuten-Test eher nicht bestehen, obwohl bei ihr schon Vorder- und Hinterrad gedämpft sind. Deshalb bestehen die Tagestouren aus einer Streckenlänge von maximal 50 Kilometern. Die Strecke Stuttgart-Bayerischer Wald ist etwas mehr 300 Kilometer lang (nur Hin, ohne zurück).

Geschwindigkeit, Zeit … all das spielt aber überhaupt keine Rolle für die Zwei. Am Dellenhäule in Waldhausen-Beuren gefällt es Katja und Johanna. Die Mofas brauchen eine Pause. Bis zur Pension in Elchingen ist es nicht mehr so weit, also werden die Mofas für eine Pause aufgebockt. Johanna greift sich ihr Buch und liest und Katja genießt die Natur.

25 Kilometer pro Stunde. Schneller fahren die Schätzchen nicht. Sollen sie auch gar nicht. Es sind Mofas, 52 und 48 Jahre alt. Die benötigen Liebe. An Ersatzteile ist sowieso nicht so einfach zu kommen. 1985 musste das Unternehmen Rixe Konkurs anmelden. Katja und Johanna kennen ihr exaktes Ziel übrigens nicht. Irgendwo, irgendwas im Bayerischen Wald. „Mal sehen, wo uns unsere Rixe hinführt“, sagt Katja. Der Weg ist das Ziel.

Katja und ihre Tochter Johanna fahren mit ihren Mofas der Marke Rixe von Stuttgart über die Schwäbische Alb und das Härtsfeld in den Bayerischen Wald
Katja und ihre Tochter Johanna fahren mit ihren Mofas der Marke Rixe von Stuttgart über die Schwäbische Alb und das Härtsfeld in den Bayerischen Wald

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