Neresheim nimmt die Inklusion in den Blick

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Von links: Petra Pachner, Eva Ramsperger, Matthias Balle und Jasmin Albert. Foto: privat

Eine Begehung macht auf die Defizite in der Stadt aufmerksam. Was nun ansteht.

Neresheim. Die SPD-Fraktion möchte in Neresheim die Stelle eines kommunalen Inklusionsvermittlers einrichten. Fast zeitgleich wurde die Stadt bei der Planung der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Elchingen in ein Landesprogramms aufgenommen, das auch den barrierefreien Umbau von Haltestellen beinhaltet. Die Stadtverwaltung hat deshalb das Thema Inklusion aufgegriffen und die Kreis-Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung Petra Pachner einbezogen. „Ich freue mich sehr, dass Neresheim sich mit mir auf den Weg macht, um Barrierefreiheit und Inklusion in Neresheim umzusetzen“, sagte Petra Pachner.

Im ersten Schritt nahmen Baumamtsleiterin Eva Ramsperger, Petra Pachner und Matthias Balle, als Mitglied des Expertenteams Inklusion, die Bushaltestellen in Elchingen und die Behindertenparkplätze in Neresheim in den Blick.

Bei der gemeinsamen Begehung wurde festgestellt, dass Neresheim zu wenig behindertengerechte Parkplätze hat. Die Anwesenden waren sich einig, dass im Stadtgarten künftig zwei und in der Geschwister-Scholl-Straße ein Behindertenparkplatz entstehen soll. Der Behindertenparkplatz am Rathaus muss entsprechend verändert werden. Ein Leitsystem mit Kennzeichnung der Behindertenparkplätze erleichtere die Suche, so ein Vorschlag von Petra Pachner.

Die Entwurfsplanung für den Umbau von zwei Bushaltestellen in Elchingen hat die Stadt fertiggestellt. Eva Ramsperger stellte diese vor. Die geplanten Maßnahmen wurden besprochen: Die Anfahrbarkeit mittels eines Sonderbords, das taktile Leitsystem, das barrierefreie unmittelbare Umfeld in Form von Randsteinabsenkungen mit Rollstuhlüberfahrsteinen, Warteflächen, der Aufstellbereich und das Buswartehaus.

Martin Balle und Petra Pachner ergänzten die Planung mit weiteren Vorschlägen.

Neresheim möchte künftig somit die Bedürfnisse und Interessen von Menschen mit Behinderung stärker in den Blick nehmen, es sollen Vertreter aus entsprechenden Organisationen, Vereinen, Einrichtungen und Institutionen zur Gründung eines Inklusionsbeirates eingeladen werden. Dieses Gremium soll die Interessen von Menschen mit Behinderung vertreten, die Verwirklichung einer umfassenden Teilhabe, Gleichstellung, Selbstbestimmung ermöglichen und die Inklusion in Neresheim voranbringen. „Barrierefreiheit und Inklusion sind uns wichtige Anliegen, damit auch Menschen mit Handicap am städtischen Leben teilnehmen können“, so Bürgermeister Thomas Häfele.

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