B 29: Elchingen will mitreden

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Auch Elchingen stöhnt unter der Verkehrsbelastung. Im Zuge der B-29-Diskussionen brachte Ortsvorsteher Nikolaus Rupp zumindest die „kleine“ Ortsumfahrung im Norden der Gemeinde in Richtung Unterriffingen bzw. Dorfmerkingen wieder einmal ins Gespräch. Die Trasse für eine Ost-Umfahrung der Gemeinde in Richtung Neresheim ist schon in den Bebauungsplänen aus den 1970er Jahren zu finden.

Ortsvorsteher Nikolaus Rupp stellt die Situation des Teilortes in der Gemeinderatssitzung in den Fokus. Bürgerinnen und Bürger wollen bei der Straßenplanung nicht vergessen werden.

Neresheim

So etwas wie eine emotionale Schlusspointe hatte sich Nikolaus Rupp (CDU), engagierter Ortsvorsteher des Neresheimer Teilortes Elchingen, für die Sitzung des Neresheimer Gemeinderates am Montagabend aufgehoben.

„Da macht man sich in Nachbargemeinden wie Bopfingen und auch im Kreistag Gedanken über große Verkehrslösungen, die vor allem auch das Härtsfeld direkt betreffen, und wir Elchinger erfahren praktisch nur aus der Zeitung davon“, schickte Rupp eine sehr ernst gemeinte Botschaft in besagte Richtungen. Soll heißen: Ob B 29, B 29 neu, B 29a, ob Umleitungsstrecken, Abkürzen oder welche andere Lösungen auch immer – Elchingen und seine Bürger wollen bei den Diskussionen und den vielleicht irgendwann auch einmal anstehenden Entscheidungen direkt mit im Boot sein. Dafür habe er einen klaren Auftrag der Elchinger Bürgerinnen und Bürger bekommen, führte Rupp noch aus.

Anschließend sprach der Ortsvorsteher über die hohe Belastung der Anwohner durch die sehr stark befahrene Ortsdurchfahrt. Diese verbindet Neresheim mit der Auffahrt zur Autobahn und auch Aalen und Oberkochen. „Wenn irgendwo eine Baustelle ist, merken wir das hier oben sofort“, bekräftigte Rupp dann die Befürchtung, dass Elchingen jede der angedachten Maßnahmen irgendwann einmal durch höhere Verkehrsbelastungen spüren wird.

Anschließend verwies der Ortsvorsteher auf die immer wieder aufflackernden Diskussionen über eine Umfahrung der Ortschaft im Osten, deren Trasse ja auch schon in den alten Bebauungsplänen aus den 1970er Jahren zu finden ist. Letztlich brachte Rupp einmal mehr die „kleine Ortsumfahrung“ ins Gespräch, bei der man „eine große Entlastung durch eine relativ kleine Maßnahme machen könnte“, sagte er. Dabei geht es um eine rund 400 Meter lange und direkte Anbindung der Kreisstraßen von Hohenlohe/Bopfingen bzw. von Dorfmerkingen her kommend direkt an die L 1084 Richtung Autobahn/Aalen – durch den Ort müssten Verkehrsteilnehmer dadurch nicht mehr fahren. „Vielleicht lesen wir dann bei den nächsten Kreistagssitzungen tatsächlich von den guten Lösungen, die wir auf dem Härtsfeld auch zur Entlastung von Bopfingen beitragen“, schloss der Ortsvorsteher seine Forderung nach mehr Beachtung Elchingens.

Wir Elchinger erfahren praktisch nur aus der Zeitung davon.“

Nikolaus Rupp, Ortsvorsteher

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