Das Härtsfeld mit allen Sinnen erfahren

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Unterwegs mit der Bahn kann man bei "Music in the air" das Härtsfeld einmal anders erfahren.
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"Wir sind das Härtsfeld" präsentiert "Music in the air" bei einer Bahnfahrt. Die startet am Freitag, 14. Juni, am Bahnhof in Neresheim.

Neresheim

Die Schönheiten des Härtsfelds sind weit über die Grenzen der Region bekannt. Doch wie ist es dort um die Kultur, das kulturelle Miteinander bestellt? Als Teil des Förderprojektes "Lernende Kulturregion Schwäbische Alb" geht das Projekt "Wir sind das Härtsfeld" dieser Frage auf den Grund. Ein paar Antworten dazu gibt es am Freitag, 14. Juni, bei einer Fahrt mit der Härtsfeldbahn unter dem Titel: "Music in the air – so klingt das Härtsfeld". Akteure des Projektes sind das Theater der Stadt Aalen, Bürgerinnen und Bürger der drei Härtsfeld-Kommunen Dischingen, Nattheim und Neresheim und Vereine.

"Ich kannte das Härtsfeld eigentlich gar nicht", sagt Gerburg Maria Müller, die das musikalische Teilprojekt gemeinsam mit Uli Krug umgesetzt hat. Die Idee, nach den Erfahrungen eines Bürgerprojektes in der Aalener Ulmer Straße, so etwas auch für das Härtsfeld umzusetzen, sei von der für das Förderprojekt zuständigen Judith Bildhauer gekommen. "Wir konnten uns aufgrund der Ulmer Straße vorstellen, das zu machen", sagt Gerburg Maria Müller. Voraussetzung sei aber gewesen, dass die Bürgermeister das Projekt unterstützen.

Tatsächlich fand man im Neresheimer Schultes Thomas Häfele einen Fürsprecher, der auch seine Amtskollegen aus den anderen beteiligten Gemeinden mit ins Boot holte. Man habe allerdings lange gebraucht, um alles konform zu machen.

Fünf Workshops habe man zu "Wir sind das Härtsfeld" angeboten. Aus denen wird es zwei Aufführungen geben. Eine davon mit einem Bürgerchor unter dem Titel "Härtsklopfen", die andere mit dem Projekt von Müller und Krug. Wie schon in der Ulmer Straße ging es diesen beiden um die Zusammenstellung eines Geräuschorchesters. Davon habe es bei den Beteiligten keine klare Vorstellung gegeben. Dafür aber die auf dem Härtsfeld große Tradition an Blasorchestern mit Mitgliedern vom Kindes- bis zum Seniorenalter. "Wir waren bei vielen Vereinen und wurden dort herzlich empfangen", berichtet Gerburg Maria Müller.

Ich kannte das Härtsfeld eigentlich gar nicht.

Gerburg Maria Müller Schauspielerin und Regisseurin

Das Ergebnis, das nun präsentiert wird, sei "keine große Bühnenshow", so diese weiter. Vielmehr lade man die Menschen ein, mit der Schättere zu fahren. Über Kopfhörer könnten sie während dieser Fahrt die Geräusche des Härtsfeldes hören: die Glocken des Klosters etwa, das Geräusch von Holzsägen und vieles mehr.

Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse des Werkmeister-Gymnasiums haben die Klangcollage zusammengestellt. Trotz Abi-Stress, wie Müller betont. Teil dieser sind neben den Geräuschen auch Auszüge aus Interviews, die die Autorin Dagrun Hintze mit Menschen auf dem Härtsfeld geführt hat. Wenn die Schättere stoppt, gibt es zum Blick in die Landschaft Musik: Von den Musikvereinen Auenheim, Eglingen, Dischingen und den Neresheimer Schalmeien. "Ich würde sagen: Härtsfeld pur", so Gerburg Maria Müller.

Wie man dabei sein kann: 137 Fahrgäste passen in den Zug. Sich vorher anzumelden, ist dringend geraten unter der Mailadresse: dm@theateraalen.de. Die Zugfahrt selbst ist kostenlos. Sie beginnt um 18 Uhr am Bahnhof Neresheim, Härtsfelder Museumsbahn.

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