Die Traversaris sagen fröhlich adieu

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Abschiedsbild mit Pfarrerehepaar: Gesine und Fabio Traversari wechseln nach Venedig, (v.l.): Schuldekan Dr. Harry Jungbauer, Heinz Schmidt, Vorsitzender der Bezirkssynode, Fabio und Gesine Traversari, Bernd Heider, Vorsitzender des Kirchengemeinderats Schweindorf, Dekan Ralf Drescher und Bürgermeister Thomas Häfele.
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Der evangelische Dekan Ralf Drescher entpflichtet Pfarrerin Gesine und Pfarrer Fabio Traversari von ihren Aufgaben. Die Seelsorger wechseln nach Venedig zur Waldenserkirche.

Neresheim

Das war’s. „Leider“ sagen sicher nicht nur die evangelischen Gemeindeglieder. Nach sieben fruchtbaren Jahren in den evangelischen Kirchengemeinden Neresheim und Schweindorf zieht es die Traversaris in Fabios Heimat. Es war, trotz spürbaren Abschiedsschmerzes, ein fröhliches „gemeinsames Lebewohl“ am Sonntagnachmittag bei herrlichem Wetter im wunderschönen Pfarrgarten neben der evangelischen Kirche in Neresheim.

Zuerst ein feierlicher Gottesdienst. Dann kurze Dankesreden: „Von so engagierten Gemeinden mit so engagierten Pfarrersleuten lebt unsere Kirche“, bildete dabei Schuldekan Dr. Harry Jungbauer das Wirken von Gesine und Fabio Traversari ab. Ähnlich sprachen Bürgermeister Thomas Häfele für die Stadt, Dr. Holger Fedyna für alle Schulen, Pfarrer Klaus Wolfmaier für die Ökumene, Pfarrer Nikolai Gießler aus Kirchheim für alle Kolleginnen und Kollegen der Region Ost des Kirchenbezirks und Bernd Heider, der Vorsitzende des Kirchengemeinderates Schweindorf im Namen der Gemeindemitglieder.

Ein Schatz an Erinnerungen

Heinz Schmidt, unter anderem der gewählte Vorsitzende der Bezirkssynode, fasste letztendlich zusammen: „Wir danken für eure großartige Arbeit und nun lassen wir euch los mit guten Wünschen und Gottes Segen“. Mit einem Zitat von Selma Lagerlöf beendete er dann den Abend: „Ich bin gespannt, was Gott noch mit euch und mit uns vorhat“.

Schön auch die Abschiedsworte von Fabio und Gesine Traversari: „Die erste Pfarrstelle ist ein bisschen, wie die erste Liebe. Man vergisst sie nie und wir nehmen einen Schatz an Erinnerungen mit.“

Der sogenannte „Running Gag“ des Abends war dann der neue Lebensmittelpunkt des fröhlichen Pfarrer-Ehepaars. Die Traumstadt Venedig wird es sein. Zum 1. September wechseln die beiden zur Waldenserkirche – der größten evangelischen Kirche Italiens – und übernehmen in der Lagunenstadt zusammen eine 1,5-Stelle. Da haben sich natürlich von der Bezirkssynode bis hin zum Bürgermeister gleich mal alle selbst auf Besuch eingeladen.

Zugleich war der Traumort Venedig natürlich auch Trost auf die Seelen der auf dem Härtsfeld Zurückbleibenden: „Es gibt wenige Städte, die mit Neresheim mithalten können. Venedig zählt dazu“, sagte Bürgermeister Thomas Häfele augenzwinkernd. Und Ralf Drescher, der Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Aalen, setzte noch eins drauf: „Ich gebe zu, da können auch der schönste Kirchenbezirk aller Kirchenbezirke, die schönste aller Regionen und die vortrefflichsten aller Kollegen in unserer evangelischen Landeskirche nicht wirklich dagegen ankommen.“

Dann entpflichtete Ralf Drescher die Beiden von ihren Aufgaben. Bleibt nur zu sagen: „Alles Gute, liebe Familie Traversari.“

Von so engagierten Gemeinden mit so engagierten Pfarrersleuten lebt unsere Kirche.“

Dr. Harry Jungbauer, Schuldekan

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