Ein Herz für die Partnerstädte

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Eine wunderschöne Dreiecksbeziehung: Die Städtefreundschaften Neresheims sind ein wichtiger Teil im Leben von Gerhard Lang.
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Viel gegeben und viel erhalten: Die Städtefreundschaften Neresheims sind ein wichtiger Teil im Leben von Gerhard Lang.

Neresheim

Mit drei Städten in Europa ist Neresheim freundschaftlich verbunden: Schon seit 1976 mit Steinach in Tirol, der Heimatstadt Martin Knollers der die berühmten Fresken in der Klosterkirche geschaffen hat. Seit 1994 dann mit Bagnacavallo in der italienischen Provinz Ravenna/Emilia Romagna und seit 1996 mit Aix-Villemaur-Pâlis, dem früheren Aix-en-Othe am Rande der französischen Champagne gelegen.

Praktisch zeitgleich 1994 entstand in Neresheim auch der „Verein für Städtepartnerschaft“ mit dem Ziel, die freundschaftlichen Beziehungen zu pflegen und Kontakt zu vermitteln. Seit über 25 Jahren hoch engagiert mit dabei ist Gerhard Lang. Die längste Zeit davon als Vorsitzender.

„Es ist wunderschön, dass das Verhältnis zwischen Aix, Bagnacavallo und Neresheim so eine tolle Dreiecksbeziehung ist“ freut sich Lang über das Erlebte.

Speziell mit einer Familie in Aix verbindet die Langs eine echte Freundschaft: „Beide Familien sind von Anfang an dabei, bei den Treffen wohnen wir bei ihnen und sie bei uns. Sie haben zwei Mädels und einen Jungen, wir zwei Jungen und ein Mädel. Martin, Anne und Benjamin. Das hat alles prima gepasst“.

Viel gibt es zu erzählen von den Treffen. Beim Stadtfest oder beim Fasching in Neresheim. Bei den entsprechenden Festen in den Partnerstädten. „Immer sind Delegationen da. Man kennt sich. Man versteht sich. Das hat uns viel Freude geschenkt“.

„Du bist aber auch ein Sprachgenie“, ergänzt Ehefrau Ingrid. Lang sprich Französisch, Italienisch und Spanisch und ist auch über die Affinität zu den Sprachen und natürlich den Menschen, die sie sprechen, zur Mitarbeit im Verein für Städtepartnerschaft gekommen - und auch über die Leidenschaft zum Reisen. Da haben die Langs schon viel gesehen und auch noch einiges vor: Peru und Japan stehen auf der Liste ganz oben. Auch ein Wohnmobil ist immer wieder mal im Gespräch. „Ich hoffe, dass wir gesund bleiben und dass Corona bald vorübergeht“, wünscht sich Gerhard Lang. Dem kann man sich nur anschließen.

Kleine Wermutstropfen gibt es allerdings auch in Sachen Städtepartnerschaft: „Das Verhältnis mit Steinach hat sich merklich abgekühlt. Man kann aber schwer sagen, warum. Auch die Coronapandemie hat für Stillstand gesorgt“, bedauert Lang, und freut sich auf die hoffentlich langsam wieder beginnenden Treffen. Gespannt ist er auch, wie sich die Neresheim Kontakte nach Perth East in Kanada entwickeln. Die Freundschaftsurkunden sind ja unterzeichnet. „Aber in der großen Entfernung sehe ich schon ein Problem. Doch ich wünsche allen sehr, dass das klappt“. Doch wie auch immer.

Gerhard Lang wird dann wohl nicht mehr aktiv als Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins aktiv mit dabei sein. „Jetzt ist es Zeit, etwas anderes zu machen“ sagt der „Lehrer aus Passion“, der im vergangenen Jahr in Pension gegangen ist. Wer sein Nachfolger wird? Das steht noch ein bisschen in den Sternen.

Eine wunderschöne Dreiecksbeziehung.“

Gerhard Lang, Städtepartnerschaftsverein

Was Sie über Gerhard Lang wissen sollten

Gerhard Lang ist 1956 in Vöhringen bei Horb im Kreis Rottweil geboren. Abitur hat er in Schwäbisch Hall gemacht, dann in Schwäbisch Gmünd an der PH Mathematik und Musik studiert und dort auch seine Frau Ingrid kennengelernt.

„Ich bin Grundschullehrer aus Passion und habe praktisch alles unterrichtet“, sagt er über sich und seinen Beruf. Direkt nach dem Referendariat ist er 1989 an die Härtsfeldschule nach Neresheim gekommen und geblieben. „Hier fühle ich mich wohl“, sagt er zufrieden. han

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