Ein sommerlicher Abend mit klangvollem Crossover

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Musik und Kunst beim Kultursommer im Rahmen der großen Sommeraktion „Blühendes Neresheim“: Diesmal gab es ein beschwingt-fröhliches „Gartenkonzert“ mit den Stuttgarter Salonikern im idyllischen Stadtgarten.

Wie die Stuttgarter Saloniker im Neresheimer Stadtgarten mit Klassik begeisterten.

Neresheim. Eine bunte Vielfalt an „Kunst, Natur und Kultur“ bietet das „Blühende Neresheim“ den Sommer über. Dazu gehören neben Ausstellungen, Skulpturenpfad, Garten und Natur auch ein mit viel Sachverstand zusammengestelltes Programm. Das kennzeichnen Veranstaltungen, die meist im Stadtgarten stattfinden. Den Auftakt in Sachen „Musik und Kunst“ machten jetzt die Stuttgarter Saloniker. Ein Ensemble, das vom ersten Augenblick an die rund 100 Besucher faszinierte.

Wie soll man sie beschreiben? Ein Orchester, das überzeugt. Natürlich sehr routiniert. Irgendwie total locker. Das muss man gespürt und erlebt haben, dann weiß man, was gemeint ist. Relativ entspannt ist das Konzert auch für die Mitarbeiter der Stadt, denn Organisation und Vermarktung machen die Musiker selbst. Die Stadt stellt die Location und das Equipment. Die Bewirtung übernimmt der Chor „Exodus“ aus Dorfmerkingen. So passt das. „Wir sind immer ein Salonorchester“, antwortet Patrick Siben, Chef des Ensembles, dann auf die Frage nach der Besetzung des Sextetts, das auf der Bühne für voluminöse Klänge sorgt. Klavier, Kontrabass, zwei Violinen, Klarinette und Posaune erkennt der Laie und findet es erstaunlich, welche Klangfülle und Tiefe daraus entstehen.

Das Programm: „Classic crossover“. „Wir lassen uns am Anfang von Mozarts kleiner Nachtmusik inspirieren und losgeht's. Je nach Publikum. Ich weiß nie, was passiert, wie die Leut‘ reagieren“, beschreibt Siben das Programm. Zu hören sind dann von Oper über Operette und Walzer bis zur Moderne – was das Publikum kennt und gerne hört. Dazu die einzelnen Stücke; bild- und wortreich vorgestellt vom Saloniker-Chef persönlich. So geht gute Unterhaltung.

Fazit: Es ist ein wunderbarer, entspannter und genussvoller Abend in herrlicher Umgebung. „Ein Gartenkonzert“ nennt es Patrick Siben, mit richtig guten Musikern, die auch in jedem Konzertsaal zu Hause sind. Zu erleben im Stadtgarten völlig „unplugged“, also ohne Verstärker, mit der gegebenen Akustik in freier Natur.

All das bezaubert das zahlreiche Publikum. Wohl auch eine kleine Amsel, die in der beginnenden Abenddämmerung in einem hohen Baum unweit der Bühne voller Inbrunst mitzwitschert. Je klangvoller die Musiker spielen, umso eifriger trällert die kleine Amsel. Herrlich, so etwas zu erleben.han

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