Der Neresheimer Stadtgarten: Eine grüne Oase für Naherholung

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Der Stadtgarten Neresheim ist ein perfekter Ort für Kunst und Kultur geworden. 
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In nur drei Jahren ist in Neresheim mit der Entwicklung des Stadtparks ein großes Stück Lebensqualität für die Bürgerschaft entstanden.

Neresheim. „Daraus muss man was machen“. So gab Bürgermeister Thomas Häfele nach seiner Wahl im Oktober 2017 eine Parole aus. Gemeint hat er damit das Areal des Neresheimer Stadtgartens. Doch der neue Schultes war nicht der erste, der sich Gedanken um den Stadtgarten machte.

Ein Blick in die Geschichte

Eine Geschichte, die immer wieder erstaunt: Schon Anton Hegele, von 1945 bis 1985 hoch geschätzter Bürgermeister in Neresheim, machte sich so seine Gedanken über den Stadtgarten. Ausgestattet mit Weitsicht und Visionen hatte er hervorragende Kontakte zum bekannten und in Neresheim geborenen Politiker und Ehrenbürger der Stadt, Adalbert Seifriz. Dieser wiederum hatte sehr gute Kontakte zum damaligen Direktor der Wilhelma in Stuttgart und der wiederum beauftragte seinen Planer mit einer Art Möglichkeits- und Machbarkeitsstudie für eine Entwicklung des Stadtgartens in Neresheim mit Ausgestaltung bis hinunter zum Naturschutzgebiet Zwing. Also weit über das aktuelle Areal hinaus.

Herausgekommen waren damals zwei großformatige Pläne mit Ideen für ein Naherholungsgebiet mit einem kleinen Egausee, einer Wassertretanlage, Minigolf, Boccia, Rundwegen und vielem, vielem mehr. Gescheitert ist Hegele damals mit seinen Visionen am Gemeinderat.

Sein Nach-Nachfolger Thomas Häfele wusste da mehr zu überzeugen. 2018 erwachte der Stadtgarten dann mit dem Public Viewing der Fußball-Weltmeisterschaft zu neuen Leben.

2019 war das Areal mit dem Lagerleben historischer Gruppen schon ein Schwerpunkt des Stadtfestes.

Mit Blick auf 2020 sollte dann der Stadtgarten richtig durchstarten. Eine Tribüne entstand. Die ganze Infrastruktur von Beeten und Wegen bis Strom, Wasser und Internet wurde erneuert. Ausgangspunkt waren dabei die Planungen für „Blühendes Neresheim“, einer Aktion, an der sich gefühlt irgendwie die ganze Stadt beteiligte. Es entstanden tolle Blüh- und Info-Projekte, nochmals aufgewertet durch einen Skulpturenpfad mit Werken namhafter Künstler und belebt durch ein hochwertiges Kulturprogramm mit Veranstaltungen über den ganzen Sommer hinweg. So war es geplant.

Doch Corona machte erstmal einen dicken Strich durch die Rechnung. Aber speziell in Zeiten der Krise zeigte der Stadtgarten schon seinen wahren Wert und überzeugte letztendlich als Open-Air-Location für ein hochwertiges „Pandemie-Ersatz-Programm“ mit Kulturveranstaltungen aller Art.

2021 wurde dann alles nochmals einen Tick größer. Projekte, Skulpturenpfad und Veranstaltungen deutlich ausgeweitet und vergrößert bis hin zum Landesmusikfestival mit einem geplanten riesen Veranstaltungswochenende zu dem als Knüller unter anderem die Gruppe „Glasperlenspiel“ gewonnen werden konnte.

Wie es weitergeht? Inzwischen hat der Stadtgarten ein Niveau erreicht, dass nur noch schwer auszubauen und zu erweitern ist. „Wir müssen 2022 mit Augenmaß an die Sache herangehen“, sagte Bürgermeister Thomas Häfele einmal im Gespräch. Aber entstanden ist schon viel und Nachhaltigkeit ist hier nicht nur ein modernes Schlagwort.

Der Stadtgarten: Zu finden ist das parkähnliche, rund 0,9 Hektar große Gelände am südlichen Rand der Härtsfeldstadt an der Ortsstraße „Stadtgraben“. Parkplätze gibt es direkt vor dem Eingang. Begrenzt wird er im Süden durch die Egau und den Radweg Richtung Härtsfeldsee. Neben Boccia und Beachvolleyball lädt der Stadtgarten zu Ruhe und Erholung ein. Besucher finden zahlreiche Blüh- und Infoprojekte der örtlichen Vereine und einen Skulpturenpfad mit Kunstwerken namhafter Künstler. Über den ganzen Sommer hinweg gibt es dazu zahlreiche Veranstaltungen rund um die große Bühne. Mehr Info dazu unter www.neresheim.de - Kultur und Tourismus - Blühendes Neresheim.

Lage des Neresheimer Stadtgartens.

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