Eine Mountainbike-Anlage für Neresheim

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Die Neresheimer Jugendlichen wünschen sich einen Bikepark. Nachdem die Gemeinderäte jetzt dafür gestimmt haben, kann er Realität werden.
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Die Gemeinderäte haben am Montagabend beschlossen, einen Bikepark zwischen Elchingen und Neresheim zu realisieren. Was Sie dazu wissen müssen.

Neresheim

Die Mountainbiker und Mountainbikerinnen wird es freuen. Zwischen Elchingen und Neresheim soll eine neue Mountainbike-Anlage entstehen. Diese hat am Montagabend der Neresheimer Gemeinderat mit deutlicher Mehrheit auf den Weg gebracht. Noch bis diesen Mittwoch will die Stadt einen Förderantrag stellen und hofft auf einen 21.000-Euro Zuschuss; im städtischen Haushalt für dieses Jahr sind dafür bereits 20.000 Euro vorgesehen. "Wir realisieren den Park unabhängig von der Förderung", versicherte Bürgermeister Thomas Häfele und kategorisierte die Anlage als "naturnah" und notfalls weniger aufwendig. 

Der Auslöser

"Im vergangenen Jahr haben Kinder und Jugendliche vermehrt nach einen Mountainbike-Park angefragt", informierte Jasmin Albert. Die Leiterin des Sachgebiets Erziehung und Bildung belegte den aktuellen Trend mit Zahlen und Fakten: beim Ferienprogramm  "Mountainbike-Training mit 40 Anmeldungen und der Jugendumfrage 2021, bei der eine große Mehrheit sich einen solchen Park wünschte.

Die Übersicht

Dass Moutainbike-Park nicht gleich Mountainbike-Park ist, verdeutlichte Sachgebietsleiterin Albert mit Bilder und Details. Sie zeigte die Unterschiede auf von sogenannten Dirtparks, Pumptracks oder BMX-Bahnen von Flowtrails - im Wald - und Trailparks - einfache Wege über größere Distanzen. Sie erläuterte die Vor- und Nachteile von den Mountainbike-Rundkursen mit Erde, Holz oder Asphalt; und beschrieb die Kurse mit Wellen, Steilkurven und Sprüngen. 

Der Wunsch

"Die Jugend der Stadt Neresheim wünscht sich eine Mountainbike-Anlage", betonte Jasmin Albert. Erde als Baumaterial biete zahlreiche Vorteile. Bei Stürzen sei das Verletzungsrisiko geringer. Sie seien leichter modifizierbar  und ließen sich einfacher erweitern. "Auch die Kombination und Einbindung mit anderen Strecken wie Trailparks, Dirtlines oder Flowtrails sind realisierbar", sagte sie. Zudem könnten Nutzer aktiv an der eigenen Anlage mitarbeiten, pflegen und gegebenenfalls auch erweitern. Des Weiteren sei ein Mountainbike-Park aus Erde umweltfreundlich - vor allem in Verbindung mit einem Biotop. Einzig relevanter Nachteil sei, man könne die Strecke bei Nässe nicht nutzen.

Als alternatives Material nannte Albert eine Deckschicht aus Brechsand, der relativ wetterfest und vergleichsweise kostengünstig sei. Jedoch gebe es bei Stürzen schnell Schürfwunden und bei Starkregen Rinnen, die oft nur maschinell zu reparieren seien. 

Eine  Variante zum gewünschten Mountainbike-Park sei der Pumptrack aus Beton oder Aspahlt - der für alle Rollsportgeräte wie Fahrrad, Skateboard, Inlineskates oder Scooter funktioniere. Er sei aber nicht modifizierbar, nicht umweltfreundlich und die Anschaffungskosten belaufen sich, laut Jasmin Albert, im sechsstelligen Bereich. 

So empfehle sich nach Rücksprache mit mehreren Gemeinden - und den Neresheimer Jugendlichen - die natürliche Mountainbike-Anlage mit Erde, Lehm und wenn nötig mit Schotter.

Das Areal

Bei der Suche nach einem geeigneten Areal, das mit dem Fahrrad, dem Auto, dem Rettungswagen und dem -hubschrauber gut und schnell erreichbar sein sollte, das gut einsehbar und am Ortsrand liegen sollte, hätten sich, so Albert, mehrere Grundstücke als geeignet erwiesen. Das passende Grundstück befindet sich nun zwischen Elchingen und Stetten an der Landstraße 1084. Es sei landwirtschaftlich genutzt, es gebe Parkplätze und zudem einen Bolzplatz in direkter Nachbarschaft.

Das Geld

Der Förderantrag beläuft sich auf 60 Prozent der Kosten. Die Stadt wolle ihn bis Mittwoch beim regionalen Entwicklungsprogramm des Landes "Leader" einreichen. In der Debatte um die Mountainbike-Anlage machten die Räte deutlich, dass sie die Jugendlichen auch bei der Pflege des Areals einbinden wollen. "Wenn Sie heute zustimmen, werden wir morgen auf die Fachbehörden zugehen", sagte Häfele mit Blick auf die Abläufe und Regularien. Bei einer Enthaltung (Nikolaus Rupp) votierten die Gemeinderäte für die Anlage.

Zwischen Elchingen und Neresheim soll an der Landstraße 1084 ein Mountainbike-Park entstehen.

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