Endlich wieder ein Frühjahrskonzert

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Frühjahrskonzert in Neresheim

Die Stadtkapelle Neresheim hat die vielen Gäste in der Härtsfeldhalle in ihren Bann gezogen. Die Spenden des Konzerts gehen an ukrainische Flüchtlinge in Neresheim. 

Neresheim

Musik tut gut, macht Spaß und kann in vielerlei Hinsicht helfen; so war es auch beim mitreißenden Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Neresheim.

Das Konzert, zugleich ein Benefizkonzert, stand unter dem Motto„Musik machen und Gutes dabei tun“. Mit den Spenden der begeisterten Zuhörer, die ein buntes Blasmusik vom Feinsten zu hören bekamen, soll ukrainischen Kriegsflüchtlingen in Neresheim geholfen werden. Normalerweise vergehen von der Terminierung eines Konzerts, über die Vorbereitungen und zahlreichen Proben bis hin zum tatsächlichen Konzert etliche Monate.

Beim Frühjahrskonzert der Neresheimer Stadtkapelle in der Härtsfeldhalle ging es zügiger: von der Idee des Konzerts bis zur Umsetzung waren es etwa vier Wochen. Das Hauptorchester und die Jugendkapelle probten nur fünf Mal. Bürgermeister Thomas Häfele war von der Idee des Benefizkonzerts angetan und übernahm die Schirmherrschaft.

Einen gelungenen Einstieg in den Abend schaffte die Jugendkapelle, in der auch Musiker aus Auernheim spielen, mit „The Final Countdown“. Die Vorbereitungen zum Konzert übernahmen die Dirigenten Hanna Keller und Lukas Straub. Das Neresheimer Konzert dirigierte Hanna Keller. „I will follow him“ aus dem bekannten Musical „Sister Act“ und das konzertante „Zauberland“ aus der Feder von Kurt Gäble, soll die Fantasiewelt darstellen - beide Stücke kamen bestens an.

„Zauberland“ war das anspruchsvollste Werk der Jugend, da es eine nicht eingängige Melodie und einen symphonischen Charakter hat. Das letzte Lied „Viva la vida“ stammt von der Gruppe Coldplay und wurde von Frank Bernaerts arrangiert. Viel Applaus erhielt die Jugendkapelle und als „Nachschlag“ spielten sie „The Final Countdown“.

„Die Spenden des Konzerts werden an die Stadt Neresheim weitergegeben, sie sollen ukrainischen Flüchtlingen in Neresheim zu Gute kommen. Der sinnlose Krieg in der Ukraine ist eine humanitäre Katastrophe“, sagte Vorstand Klaus Eiberger.

Mit dem „Florentiner Marsch“ startete das Hauptorchester unter Dirigat von Bernd Simon. Nach der beeindruckenden gespielten „Trauersinfonie“ von Richard Wagner begrüßte Stadtrat Manuel Gillner. Er überbrachte die Grüße von Bürgermeister Thomas Häfele. „Leider hat der Abend auch eine traurige Seite. Mit dem Erlös des Konzerts soll ukrainischen Kriegsflüchtlingen in Neresheim geholfen werden. Derzeit sind der Gesamtstadt Neresheim 18 Kriegsflüchtlinge untergebracht“, so Gillner. Er dankte für die große Hilfsbereitschaft der Gesamtbevölkerung. „Vor Ostern soll das Tagungshaus im Kloster von Flüchtlingen bezogen werden; bis zu 65 Menschen sollen hier untergebracht werden. Weitere Infos unter: info@neresheim.de“, informierte er.

Die „Second Suite in F“ von Gustav Holst meisterten die rund 40 Aktiven mühelos. Das Medley mit den schönsten Melodien aus Walt Disney’s „Beauty and the Beast“ (Die Schöne und das Biest“) reihte sich dann nahtlos an.

Ein Musikfeuerwerk zündete die Kapelle mit „Puszta“, den vier feurigen Zigeunertänzen von Jan van der Rost. Durch temperamentvolle Wechsel der Tempi und eine farbenreiche Instrumentierung gelang es dem Komponisten den Charakter der Zigeunermusik zu treffen. Mit nicht enden wollendem Beifall wurde das grandios aufspielende Orchester belohnt und legte als Zugabe den Marsch „Gruß an Neresheim“ von Hans Blank nach.

Frühjahrskonzert in Neresheim
Frühjahrskonzert in Neresheim
Frühjahrskonzert in Neresheim
Beim Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Neresheim begeisterte die Jugendkapelle unter Dirigat von Hanna Keller mit einem spritzigen Programm.

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