Flinke Lösung für den Kindergarten

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Schnelle Lösung in Ohmenheim: Der Kindergarten wird mit einem Modul der Firma ADK auf der Wiese vor dem alten Gebäude erweitert. Die Fläche wird dafür natürlich noch entsprechend vorbereitet.
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Ein fertiges Modul anstatt eines Provisoriums warum die Stadt Neresheim die Raumknappheit in Ohmenheim mit einer neuen Lösung beheben will.

Neresheim

Eigentlich war die Lösung schon in trockenen Tüchern. Man erinnert sich: Im Zuge der Kindergartenbedarfsplanung und der ermittelten fehlenden Plätze gab es in Neresheim verschiedene Denkansätze. Neben dem mittlerweile realisierten Waldkindergarten in Neresheim etwa einen Neubau in der Kernstadt und unter anderem auch ein Provisorium im Untergeschoss der Grundschule in Ohmenheim als vorläufige Ergänzung zum örtlichen Kindergarten.

Coronabedingt und durch den Wechsel des Bauamtsleiters konnte dort bisher nicht mit den Arbeiten begonnen werden. Auch tauchten weitere Probleme auf. So benötigt eine eventuelle Ganztagesbetreuung an der Schule die Räume. Auch wären die örtlichen Vereine nicht grade glücklich über eine eingeschränkte Zweitnutzung der Räume. Speziell angesichts der eh schon knappen Raumsituation in Ohmenheim.

Was noch schwerer wiegt: Die neue Neresheimer Bauamtsleiterin hat festgestellt, dass der kalkulierte Kostenrahmen nicht eingehalten werden kann und der Bau eines Kindergartens im Untergeschoss der Grundschule auch aus technischen Gründen sehr schwierig bis unmöglich ist. Unter anderem wegen zu gering dimensionierten Abwasserrohren für die WC-Anlagen. „Ich möchte jetzt keine Diskussion eröffnen, warum man das jetzt erst feststellt“, kommentierte Dirk Hoesch dazu.

Eine Kehrtwende

Fazit: Eine Kehrtwende war angesagt. Eine ganz schnelle noch dazu. Denn für September liegen bereits Anmeldungen vor, bis Dezember wäre in Ohmenheim eine weitere Gruppe voll belegt und auch das Personal steht sinnbildlich gesprochen für September/Oktober in den Startlöchern.

„Ich denke, wir haben jetzt eine sehr gute Lösung gefunden“, kommentierte Bürgermeister Thomas Häfele die jetzt gefundene Alternative. Die kommt in Form eines Modulrückläufers von der ortsansässigen Firma ADK.

Das Modul wird auf die Bedürfnisse perfekt zugeschnitten und dann mit einem großen Kran von der Feuerwehrzufahrt her direkt auf die grüne Wiese vor dem alten Kindergarten gesetzt. Die wird vorher noch abgetragen auf eine Ebene mit dem bestehenden Gebäude.

Maßgeblich beteiligt an der Realisierung ist auch Jasmin Albert, die neue Sachgebietsleiterin für Erziehung und Bildung. Fazit: „Eine zukunftssichere Lösung, die auch jederzeit leicht erweitert werden kann“, freuten sich die Räte und beschließen einstimmig die neue Lösung für den Kindergarten Ohmenheim.

Ich denke, wir haben jetzt eine sehr gute Lösung gefunden.“

Thomas Häfele, Bürgermeister von Neresheim

Was am Kindergarten konkret geplant ist

Vier bis fünf Wochen braucht die Firma ADK für den Umbau des Moduls. Die Standortsuche war ein großes Thema in Ohmenheim. Letztendlich einigte man sich auf die Grünfläche direkt vor dem bestehenden Kindergartengebäude. Das Modul ist 16 mal 5,4 Meter groß, wiegt 29 Tonnen, ist perfekt isoliert und ausgerüstet und passt sich auch optisch gut den bestehenden Gebäuden an. Eine Erweiterung, durch weitere Module, ist jederzeit möglich.

Der größte Vorteil: „Anfang Oktober kann der Kindergartenbetrieb in Ohmenheim bereits losgehen“, heißt es aus den Reihen der Verwaltung. Die Gesamtkosten inklusive Kran liegen kalkuliert bei rund 214 000 Euro. han

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