Für einen Euro durch Neresheim

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Der Neresheimer Stadtbus ist jetzt auch offiziell gestartet: (v.l.) Bürgermeister Thomas Häfele, Landrat Dr. Joachim Bläse, Busunternehmer Oskar Rupp aus Neresheim, Georg Mühlberger und Benedikt Gehlhaus vom Geschäftsbereich Mobilität im Landratsamt, Klaus Stiele, Hauptamtsleiter Stadt Neresheim und Paul-Gerhard Maier, Geschäftsführer OstalbMobil.
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Stadtbus Neresheim hat an diesem Freitag eröffnet. Landrat Dr. Bläse: „Mitfahren ist angesagt - Stadtbus ist klares Bekenntnis zum ÖPNV, und das brauchen wir“.

Neresheim

Es geht darum, wie wir Mobilität denken. Das Ein-Euro-Ticket ist für mich ein sensationelles Angebot“, eröffnete Landrat Dr. Joachim Bläse am Freitagmorgen in Neresheim jetzt auch offiziell den Stadtbusbetrieb.

In seiner Rede ging es dem Landrat um ein klares Bekenntnis zum Nahverkehr vor allem im ländlichen Raum. „Wir müssen das Thema anders als in der Großstadt diskutieren. Es ist eine der größten Herausforderungen“, führt Bläse aus und erklärt den ÖPNV zum entscheidenden Part in Sachen Mobilitätsveränderung und -verhalten. Das Ziel: „Bis 2030 40 Prozent des CO2-Ausstoßes im Verkehr zu reduzieren und das geht nur mit Veränderung.“ Aufforderung und Folgerung des Landrates dazu: „Am besten gleich vor der Haustür anfangen und überall die Fahrgastzahlen verdoppeln. Dafür müssen wir Angebote haben, sonst gelingt es nicht“.

Hier schließt sich der Kreis, denn seit Dezember hat Neresheim mit seinem von Jörg Brenner, Agentur „DigitAAl“, auffallend in den Stadtfarben gestalteten Stadtbus ein entsprechendes Angebot. Der Start war zwar ein wenig holprig: „Corona war für den ÖPNV ein Horror. Das hat die ganz Aufbruchsstimmung erdrückt“, blickt der Landrat zurück. Doch jetzt zählt erst einmal Zuversicht: Mit dem momentanen Abklingen der Pandemie steigen die Fahrgastzahlen. Im speziellen auch in Neresheim.

Und hier kommt die dritte Botschaft des Landrates ins Spiel: „Wir müssen bereit sein, für den ÖPNV zu zahlen“. Im Falle Stadtbus Neresheim heißt das: rund 82 000 Euro für den City-Bus-Fahrplan im Jahr. Geschätzte Fahrgeldeinnahmen rund 10 000 Euro. 64 000 Euro kommen vom Ostalbkreises. Rund 8000 von Sponsoren und der Stadt Neresheim.

Dem gegenüber steht ein Angebot, dass speziell Benedikt Gehlhaus und Georg Mühlberger vom Geschäftsbereich Nachhaltige Mobilität im Landrats zusammen mit Hauptamtsleiter Klaus Stiele, Busunternehmer Oskar Rupp und Paul-Gerhard Maier, dem Geschäftsführer von OstalbMobil perfekt auf die Bedürfnisse der Härtsfeldstadt zugeschnitten haben.

Jetzt sind die Neresheimer dran, das Angebot anzunehmen und mit Leben zu füllen. Dann kann es vielleicht auch weitergehen mit dem Anschluss der Teilorte an die Kernstadt.

Der Stadtbus Neresheim

Neresheim. Bisher gab es in der Härtsfeldstadt nur den überregionalen Linienverkehr auf den Durchgangsstraßen und zum Schulzentrum. Der Stadtbus erschließt jetzt an den Wochentagen im Stundentakt die Wohngebiete mit den Zielen in der Kernstadt wie Einkaufszentrum, Ärztehaus, Bürgeramt, Stadtgarten, Friedhof Banken und Seniorenzentrum und funktioniert in den Wohngebieten auch über ein Rufsystem.

Bitte nutzen Sie den Stadtbus!“

Dr. Joachim Bläse, Landrat

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