Gelebter Klimaschutz auf dem Härtsfeld

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1800 junge Bäumchen als Spende für den Neresheimer Stadtwald. Da nahm natürlich auch ODR-Vorstand Frank Reitmajer (3. v. r.) im Kreis von Vertretern der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der EnBW-ODR und des Forstamtes Ostalbkreis den Spaten in die Hand
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Warum die EnBw/ODR 1800 junge Bäumchen für einen schönen und gesunden Neresheimer Stadtwald spendet.

Neresheim

Donnerstag 10 Uhr, ein gutes Stück südwestlich von Dorfmerkingen auf einer kleinen Lichtung unweit oberhalb des Dossinger Tals.

„Allerbestes Pflanzwetter“, lacht Revierförster Peter Niederer über den Härtsfelder Nieselregen und die nicht so ganz gemütlichen Temperaturen. Doch die Aktion die hier grade läuft hat absolut das Zeug, einem das Herz zu erwärmen.

Zusammen mit ODR-Vorstand Frank Reitmajer übergab Jens-Olaf Weiher, der stellvertretende Vorsitzende des Kreisverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), 1800 junge Bäumchen als Spende für Aufforstungen im Neresheim Stadtwald. Die meisten Pflänzchen sind Ahorn, gefolgt von Trauben- und Stieleichen, aber auch Vogelkirschen, Feldulmen, Tulpenbäume und Baumhasel sind dabei und füllen zum Beispiel hier an dieser Stelle schon mal Lücken im alten und angegriffenen Fichtenbestand.

„Für einen gesunden Wald und den Klimaschutz, aber auch was fürs Auge“, kann man dazu den kurzen Fachvortrag des Revierförsters über die Aufforstungsmaßnahmen zusammenfassen. „Wie die Bäume sind wir als ODR auch tief in der Region verwurzelt“, kommentierte dann Frank Reitmajer die Baumpflanzaktion und hob dazu das Engagement der EnBW ODR vor allem auch in Sachen Energiewende hervor.

Bäume für jeden Onlinekunden

Außerdem wolle man einen sinnvollen Beitrag zum Klimaschutz leisten und in Kombination mit dem Wegfall von Papierrechnungen auch ein Zeichen setzen. Der Hintergrund dazu: Für jeden Kunden, der der „Zettelwirtschaft“ ein Ende bereitet und im Kundenzentrum Online auf eine digitale Rechnung umstellt, pflanzt die ODR für den regionalen Klimaschutz einen Baum in ihrem Versorgungsgebiet. So kamen allein in diesem Jahr schon 4500 neue Bäume zusammen. 1800 davon stehen jetzt überall im Neresheimer Stadtwald. Klingt irgendwie richtig gut.

Dankbar für jeden Baum

Wegen eines Termins konnte Bürgermeister Thomas Häfele leider nicht selbst den Spaten mitschwingen. Trotzdem freute sich das Stadtoberhaupt natürlich sehr über die Aktion: „Tolle Sache vor allem auch mit Blick auf den Klimawandel. Vielen Dank für die großzügige Spende“ sagt Häfele dazu am Telefon.

Auch Jens-Olaf Weiher von der SDW sprach dem Energieversorger seinen Dank für die Baumspende aus: „Nach den Trockensommern der letzten Jahre und dem starken Borkenkäferaufkommen sind wir für jeden wieder gepflanzten Baum sehr dankbar“.

  • Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW)
  • ist als eine der ältesten deutschen Umweltschutzorganisationen in einem Bundesverband sowie selbständigen Landes- und Kreisverbänden organisiert und will die „Lebensgemeinschaft Wald“ ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen. Für den Landesverband Baden-Württemberg steht neben seinen Tätigkeiten als anerkannter Naturschutzverband und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit wie das Durchführung von Pflanzungen die Waldpädagogik im Vordergrund. Mit ihren WaldMobilen, fahrenden Klassenzimmern, bringt sie die Geheimnisse des Waldes an jeden gewünschten Ort. In Baden-Württemberg hat die SDW 18 Kreisgruppen, eine davon im Ostalbkreis.

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