„Innovative und weltoffene Kommune“

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Mit der Zertifizierung als Fairtrade-Stadt würde Neresheim das Prädikat "Innovative und weltffene Kommune mit Vorbildcharakter" erhalten.
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Haushalt, öffentlicher Nahverkehr und als Bonbon „Fairtrade-Stadt“.

Neresheim. Vorerst letztes Kapitel in den Beratungen über den Haushalt 2022 in der Härtsfeldstadt. Debatten gab es keine mehr. Der Haushalt für 2022 und der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung wurde mit großer Mehrheit angenommen und geht jetzt umgehend an das Landratsamt zur Genehmigung.

„Der ambitionierte Haushalt zeigt, dass wir einiges vorhaben“, blickt Bürgermeister Thomas Häfele noch einmal kurz auf die intensiven Beratungen zurück. Letztendlich bleibt ein Minus von rund 2,1 Millionen Euro stehen. „Das ist nicht gut. Aber wir leisten uns ja keinen Luxus, sondern müssen Dinge und Notwendigkeiten erledigen, die keinen Aufschub dulden“, schloss der Schultes den Punkt. Der Rest steht auf insgesamt rund 460 Seiten.

Das Kreuz mit dem ÖPNV

Die Fortschreibung des Nahverkehrsplans durch das Landratsamt mit Anhörung und Stellungnahme war dann Punkt 2 der Tagesordnung. „Wer mit dem Bus von Schweindorf nach Aalen will, braucht über 12 Stunden“, beschrieb Ortsvorsteher Manfred Kornmann dazu die Problematik einer großen Flächengemeinde wie Neresheim in Sachen ÖPNV. „Schnelle Taktung versus Wirtschaftlichkeit und Auslastung“, so die weiteren Wortmeldungen zusammengefasst. Letztendlich spiegelt sich im einstimmig gefassten Beschluss die ganze Situation: Neresheim wünscht sich eine schnelle Verbindung mit enger Taktung nach Aalen und dazu die stündliche Taktung für die Teilorte. Dabei insbesondere eine Verbesserung in den Stoß-, Rand- und Ferienzeiten. Dazu sollte es bessere Anbindung in die großen Nachbarstädte Heidenheim und Nördlingen geben und letztendlich auch finanzielle Unterstützung für die barrierefreie Umgestaltung der Bushaltestellen. Jetzt ist wieder das Landratsamt am Zuge.   

Fairtrade-Stadt geplant

Das begeisterte die Räte fraktionsübergreifend: Auf intensives Betreiben von Margret Eder, die seit rund zwei Jahren im Klosterbuchladen einen „Fairtraderaum“ betreibt und schon sehr weitgehende Erfahrung zum Beispiel in Stuttgart in Sachen Fairtradestadt hat, kam das Thema am Abend auf die Tagesordnung. Dazu ein intensiver und informativer Vortrag von Student Mathias Grzenia, zurzeit Praktikant bei der Stadt. Das wurde für die Räte dann ganz schnell zu einer runden Sache mit einem einstimmigen Beschluss.

Ganz kurz dazu: Durch Abarbeiten eines vorgeschrieben Fünf-Punkte-Programms soll die Stadt möglichst bald das Zertifikat „Fair-Trade-Town“ verliehen bekommen. „Innovative und weltoffene Kommune mit Vorbildcharakter“, dürfte man sich dann zum Beispiel im „offiziellen“ Fair-Trade-Sprachgebrauch nennen und das steht dann unter anderem in Verbindung mit sozialer Verantwortung, fairem und nachhaltigem Engagement und vielen weiteren positiven Effekten. ⋌Heribert Andres

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