Kreis-FDP unterstützt Ortsumfahrung

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Die Ortsdurchfahrt von Neresheim mit ihrem vielen Verkehr ist jetzt auch Thema der Kreistagsfraktion der FDP.
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Nach dem Antrag der CDU-Fraktion im Neresheimer Gemeinderat für Umgehungsstraßen in Neresheim und Ohmenheim stellen jetzt die Liberalen im Kreistag einen entsprechenden Antrag.

Neresheim

In Neresheim rollt der Verkehr auf der Hauptstraße, die gleichzeitig die B 466 ist, durch den Ort. Das Verkehrsaufkommen ist dort, wie auch in Ohmenheim entsprechend hoch. Seit langem. Immer wieder fordern Anwohner und Stadtverwaltung eine Ortsumfahrung. Im Jahr 2014 gründete sich ein Aktionsbündnis. Einzig eine Tempo-30er-Zone wurde damals umgesetzt. Doch das Dauerthema bleibt. Nachdem die CDU-Fraktion des Neresheimer Gemeinderats in der vergangenen Woche einen Antrag gestellt hat, den sie an diesem Donnerstag, 1. Juli, der Öffentlichkeit im Detail erklären will, nimmt sich auch die FDP-Kreistagsfraktion der Verkehrsbelästigung für die Anwohner an und fordert in einem Antrag, dass „der Landkreis die Aufnahme der B 466 in den Bundesverkehrswegeplan 2030 unterstützt“ und „dass der Kreis eine Machbarkeitsstudie für eine Ortsumfahrung der B 466 an den Ortschaften Neresheim und Ohmenheim durchführt“.

„Ich freue mich über jede Unterstützung für eine Ortsumfahrung Neresheim und Ohmenheim“, sagt Bürgermeister Thomas Häfele. Jede Unterstützung sei hilfreich, wenn es darum gehe, den Verkehr aus Neresheim und Ohmenheim zu bannen. Der Schultes verweist dabei auf etwa 10 000 Fahrzeuge, die täglich durch die Neresheimer Hauptstraße, die zugleich B 466 ist, rollen.

In ihrer Begründung für den Antrag nennt die FDP-Kreistagsfraktion auch Zahlen. „Im Zuge der Verkehrserhebung 2020 B 29n durch das Landratsamt Ostalbkreis wurde eine erhebliche verkehrliche Belastung der Ortschaften an der B 466 auf dem Härtsfeld festgestellt“, heißt es in dem Schreiben der Liberalen. Laut der Verkehrserhebung betrage der Gesamtverkehr durch Neresheim täglich 9200 Fahrzeuge, wovon 770 Fahrzeuge dem Schwerlastverkehr zuzurechnen seien. Weiter habe eine Prognose für das Jahr 2035 festgestellt, dass mit einer Zunahme des täglichen Durchgangsverkehrs auf 13 000 Fahrzeuge zu rechnen sei, wovon wiederum 1010 Schwerlast-Fahrzeuge seien.

Um die Zahlen ins rechte Licht zu rücken, zieht die FDP im Antrag als Vergleichsgröße die Gemeinden Röhlingen und Zöbingen an der L 1060 heran. Für den Ellwanger und den Unterschneidheimer Teilort nennen die Liberalen als durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) 12 000 beziehungsweise 7900 Einheiten. Damit werde klar, „dass der Verkehr an der B 466 teilweise noch höher ist“. Beachtlich ist, laut der Antragsstellerin auch, „dass die verkehrliche Belastung nur unwesentlich geringer ist, als an der B 29 in Pflaumloch mit 10 100 DTV“. Die B29n sei bereits in den vordringlichen Bedarf des aktuellen Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen, so die Kreistagsfraktion in ihrem Antrag. Auch die Ortsumfahrungen an der L 1060 habe das Land Baden-Württemberg bereits bewilligt.

„Dies verdeutlicht: Auch für die Menschen auf dem Härtsfeld besteht dringender Handlungsbedarf“, heißt es in dem Antrag weiter. Die Belastung durch den täglichen Verkehr wertet die FDP als enorm.

Im Zuge der Neuordnung der Verkehrsführungen im östlichen Ostalbkreis sei der Zeitpunkt ideal. Es brauche deshalb eine gemeinsame Anstrengung aller Akteure im Landkreis, dass die B 466 Neresheim/Ohmenheim in den Bundesverkehrswegeplan 2030 als vordringlicher Bedarf aufgenommen wird.

Ich freue mich über jede Unterstützung für eine Ortsumfahrung Neresheim und Ohmenheim.“

Thomas Häfele, Bürgermeister

Was das Aktionsbündnis wollte und was gilt

Das Aktionsbündnis für eine Ortsumfahrung in Neresheim wollte 2014 ein Nachtfahrverbot durchsetzen und, dass das Landratamt Blitzer in der Ortsdurchfahrt installiert. Dies ist damals nicht realisiert worden. Lediglich gilt aktuell Tempo 30 auf einem Teilabschnitt der Hauptstraße.aki

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