Mit Schweiß, Hartnäckigkeit und Ausdauer

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Der Musikverein Dischingen empfing die Ehrengäste feierlich am neu errichteten "Hauptbahnhof" Katzenstein.

Die Härtsfeld-Museumsbahn hat ihren neuen Streckenabschnitt bis zum Härtsfeldsee eingeweiht.

Neresheim. Zum 100-jährigen Jubiläum der Härtsfeldbahn hatte der höchst agile Verein der Härtsfeld-Museumsbahn etwas Großes vollbracht. Die Schättere durfte wieder fahren. Von Neresheim bis zur Sägmühle. 29 Jahre nach ihrer letzten Fahrt vor der Stilllegung am 30. September 1972.

Doch das reicht den HMBlern nicht. Sie nahmen das nächste Ziel ins Visier. Am 25. September 2007 war Spatenstich. Für den Weiterbau bis zum Härtsfeldsee. Vierzehn Jahre lang haben die engagierten Ehrenamtlichen nicht locker gelassen, sich durchgebissen. Und vollbracht, was kaum einer für möglich gehalten hat. Eine sensationelle Leistung des Vereins. Seit Sommer 2021 können die Dampflock oder der Triebwagen die Gäste bis ans Ufer des Härtsfeldsees, zum neuen „Hauptbahnhof Katzenstein“ bringen.

Eine offizielle Einweihung hatte Corona bislang nicht zulassen. Doch am Freitag wurde mit großem Bahnhof dieser Meilenstein und die Leistung der HMBler gewürdigt und gefeiert.

2,65 Kilometer waren es zwischen Sägmühle und dem neuen Halt in Katzenstein, die hatten gebaut, rund 7000 Tonnen Schotter, die hatten verarbeitet werden müssen. Dazu drei Brücken, sieben Bahnübergänge, ein Haltepunktpunkt in Iggenhausen und der Bahnhof in Katzenstein mit einer Wartehalle „wie früher“.

Problemfrei war's nicht, wie sich der Vereinsvorsitzende Werner Kuhn erinnert. Die Bürokratie hatte dem Verein so manchen Stein in den Weg gelegt bei diesem Trassenbau. Auch Corona habe ausgebremst. Am 23. Juli 2021 war die Strecke von der Landeseisenbahnaufsicht abgenommen worden. „Unspektakulär sind wir am 1. August das erste Mal mit Gästen die Strecke befahren“, ohne Einweihung. Einfach weil's sein musste. Der Bau war teuer gewesen, es musste wieder Geld in die Vereinskasse. Schließlich ist der Haltepunkt in Iggenhausen noch nicht ganz fertig. Und die Projekte, die gehen dem rührigen Verein ohnehin nie aus.

Dieser Freudentag sei nur dem unermüdlichen Einsatz der Mitglieder des Vereins Härtsfeld-Museumsbahn zu verdanken, lobte der CDU-Landtagsabgeordnete Winfried Mack am Freitag. Mit Fachwissen, Ausdauer und großartigem Engagement habe das Team von Bauleiter Dietmar Fischer das Unmögliche möglich gemacht. Die Museumsbahn sei ein Juwel und halte die vielen Höhepunkte entlang der Strecke wie das Kloster Neresheim, die Burg Katzenstein oder das Wisent-Projekt, das nun im Tal hinter dem Haltepunkt Steinmühle entstehe, zusammen. „Es sei wichtig, dass die Menschen wahrnehmen, welch' gute Feriengestaltung direkt vor der Haustüre möglich ist.“

Konventualprior Pater Albert Knebel von der Abtei Neresheim übernahm die Segnung des neuen Streckenabschnitts. Möglich gemacht hatte das Großprojekt die finanzielle Förderung und Unterstützung durch das europäische Förderprogramm Leader, das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum des Landes Baden-Württemberg, des Landkreises Heidenheim,, der Gemeinde Dischingen, der Augsburg-Hohenzollerischen Eisenbahnfreunde, des Stammtischs Bahnhofgaststätte Neresheim und sehr vieler Gleisbaustein-Spender. Und Werner Kuhn, der träumt vom nächsten Ziel: dem Ausbau - bis nach Dischingen. So viel hat der Verein bereits geschafft. Warum nicht auch das?

Panja Tillmann-Mumm

Die „Schättere“ im TV

Am Freitag, 6. Mai, strahlt der SWR um 14.10 Uhr in der Reihe Eisenbahnromantik eine Sendung über die Härtsfeldbahn aus. Der Titel: „Die Schättere auf neuen Gleisen – von Neresheim zum Härtsfeldsee“. Wiederholung: Montag, 9. Mai, 14.40 Uhr und Dienstag, 10. Mai, 9.15 Uhr.

Konventualprior Pater Albert Knebel segnete im Beisein vieler Ehrengäste die angelegte Strecke von der Sägmühle bis zum Härtsfeldsee.
Bahn frei für die Schättere auf der neu gebauten Strecke vom Bahnhof Sägmühle bis zum Bahnhof Katzenstein. Mit an der Schere: Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl (von links), die Landräte Dr. Joachim Bläse (Ostalbkreis) und Peter Polta (Landkreis Heidenheim), der Vorsitzende des Vereins Härtsfeld-Museumsbahn, Bauleiter Dietmar Fischer und der Landtagsabgeordnete Winfried Mack.
Künftig geht's mit der Schättere von Neresheim bis ans Ufer des Härtsfeldsees.
Noch ein ganz neur Eindruck, doch bald wird es zur Gewohnheit werden an den Betriebstagen der Härtsfeld-Museumsbahn: die Schättere am Ufer des Härtsfeldsees.
Noch ein ganz neur Eindruck, doch bald wird es zur Gewohnheit werden an den Betriebstagen der Härtsfeld-Museumsbahn: die Schättere am Ufer des Härtsfeldsees.
Noch ein ganz neur Eindruck, doch bald wird es zur Gewohnheit werden an den Betriebstagen der Härtsfeld-Museumsbahn: die Schättere am Ufer des Härtsfeldsees.
Noch ein ganz neur Eindruck, doch bald wird es zur Gewohnheit werden an den Betriebstagen der Härtsfeld-Museumsbahn: die Schättere am Ufer des Härtsfeldsees.
Zum ersten Mal offiziell und mit zahlreichen Ehrengästen gings vom Bahnhof Sägmühle mit der Schättere zum Härtsfeldsee.

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