Narrenbaum steht ohne Hexenkraft

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Einige Hexen haben den Narrenbaum aus dem Wald geholt, nun ziert er den Marienplatz.
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Die Neresheim Narren setzen auf dem Marienplatz ein närrisches Zeichen. Statt mit Muskelkraft wird der Baum in diesem Jahr mit einem Kran an den Ort seiner Bestimmung befördert.

Neresheim

Prächtig ist er ja schon irgendwie, der Neresheimer Narrenbaum mit Namen „Vinzenz der Weiße vom Kalkwerk“. Weithin kündigt er an, dass eigentlich im Städtle wieder die Narren regieren. Aber irgendwie ist ja zur Zeit alles anders. Trotzdem oder gerade deswegen: Einige Hexen hatten den Baum am Samstagmorgen aus dem Stadtwald geholt. Auf dem Marienplatz wurde er dann geschmückt und die Tafeln angebracht.

Autokran im Einsatz

Dann wurde der Narrenbaum, in diesem Jahr leider ohne jegliche Hexenkraft, ganz banal mit einem Autokran an den Ort seiner Bestimmung befördert. Christopher Kümmel war dafür mit dem schweren Gerät von Holzbau Schill von Unterriffingen nach Neresheim gekommen. „Ganz ausgefahren hebt der Kran 700 Kilo. Das Bäumle aufzustellen ist also gar kein Problem“, kommentierte er die Aktion.

„Baum steht“, hieß es dann auch nach kurzer Zeit, und von irgendwoher war sogar ein dreifaches „Narri-Narro“ zu hören. Immerhin hatten sich ein paar Narren und zwei Hexen auf dem weitläufigen Marienplatz eingefunden, und auch Zunftmeister Benjamin Bißle war natürlich vor Ort – doch kein Vergleich zum Narrenbaumstellen in Zeiten vor Corona. „Irgendwie eine traurige Sache“, lächelte dann auch Elferrätin Regina Glaser. Ein lautes „Narri-Narro“ auf hoffentlich bald wieder bessere Zeiten!

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