Narrenzunft Neresheim feiert vorerst nicht

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Hoffentlich bald wieder wie beim Hofball 2020 (Bild): Doch vorerst hat die Narrenzunft Neresheim den Auftakt zum 60-jährigen Jubiläum am kommenden Wochenende abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben.
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Trauriges Narri-Narro: Der Auftakt zum 60-jährigen Jubiläum der NZN am kommenden Wochenende muss wegen Corona verschoben werden.

Neresheim

Ein runder Geburtstag steht an: 60 Jahre alt wird die Neresheimer Narrenzunft (NZN) in diesem Jahr. Das sollte am kommenden Samstag schon mal mit einer großen Jubiläumsveranstaltung ganz närrisch gefeiert werden. Angedacht war abends eine feierliche Narrenmesse auf dem Marienplatz.

Dann wollten die Narren mit einem großen Fackelzug durch die Stadt hoch zu Härtsfeldhalle ziehen. Dort war dann nach einem Sektempfang ein Festakt geplant. Vorsichtig vorausschauen schon mal mit nur rund 60 geladenen Gästen.

Doch sollte unter anderem eine neue Laufgruppe vorgestellt werden, es war entsprechend Programm angedacht und natürlich sollten auch alle Mitglieder und Aktive mit dabei sein. Doch leider jetzt dazu ein ganz trauriges „Narri-Narro“: Am gestrigen Montagabend traf die Vorstandschaft eine Entscheidung der Vernunft und verschob die Feier wegen Corona erstmal auf unbestimmte Zeit.

„Mit schwerem Herzen und mit Vernunft und Verantwortung haben wir uns entschlossen, die geplanten Jubiläumsfeierlichkeiten am Samstag auf 2022 zu verschieben“, kommentiert NZN-Präsidentin Dagmar Schwenk den Schritt. Die Messe, der Umzug und die Veranstaltung würden 1:1, sobald es möglich ist, umgesetzt. „Weiterhin sehen wir mit großer Hoffnung und Zuversicht auf die kommende Saison“, sagt Schwenk und fügt an: „Wir werden uns den Verordnungen anpassen und im Sinne der Fastnacht und dem Brauchtum unsere Veranstaltungen wie Hofball, Narrenbaumstellen, Hexengericht und Zunftball planen.“

Zustimmung auch vom Schultes

Sehr erleichtert über die Absage zeigte sich Neresheims Bürgermeister Thomas Häfele bei einer telefonischen Rückfrage: „Ich bedauere die Absage natürlich sehr. Aber ich denke, das ist die einzig richtige Entscheidung in der momentanen Situation bei den hohen Inzidenzen und so kurz vor Ausrufung der Alarmstufe.“ Es sei wieder eine schwere Situation für die NZN und alle Vereine. „Doch jetzt hoffen wir erstmal, dass alle gesund bleiben“, sagt Häfele.

„Einen Funken Hoffnung gibt es immer“

Dagmar Schwenk, Präsidentin NZN
  • Die Narrenzunft Neresheim
  • Gründung: Wie könnte es anders sein: Am 11.11. im Jahr 1961 kam es zur Gründung der NZN. Erster Präsident war Hermann Rau. Natürlich gab es vorher in Neresheim schon lange Jahre eine weit verzweigte Faschingstradition, die dann von der NZN als organisiertem Verein übernommen wurde.
  • Rheinisch-Alamannisch: Seitdem entwickelte sich ein buntes Spektrum an Fasnachtsaktivitäten, das von Elementen des rheinischen Karnevals bis hin zur alamannischen Fasnet reicht. So wurden nach und nach aus Einzelfiguren die Maskengruppen der Bennenbergweibla und Schellennarren. Gardemädchen, Blätzle und Guggamusik vervollständigen das närrische Kaleidoskop. Beginnend mit dem Hofball organisiert die NZN während der fünften Jahreszeit zahlreiche Bälle und Veranstaltungen wie Narrenbaumstellen und die Bürgermeisterabsetzung.
  • Höhepunkt: Alljährlicher Höhepunkt der Neresheimer Fasnacht ist der Umzug am Faschingsdienstag mit späterem Kehraus und der Beerdigung der Fasnacht um Mitternacht. (han/Quelle: Dr. Holger Fedyna)

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