Neresheim bekommt eine Fußgängerzone

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Die Marktstraße soll zur Fußgängerzone werden.
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Wo künftig kein Verkehr mehr fließen soll und wie es in der Härtsfeld-Sport-Arena heller wird.

Neresheim. Die Marktstraße in Neresheim ist eine kleine, schmucke Straße, mit Geschäften und einem „Café“. Die Grünen-Fraktion des Neresheimer Gemeinderates hat bereits in der Januar-Sitzung einen Antrag gestellt, diese 100 Meter Straße als Fußgängerzone auszuweisen. Im April 2021 hat die Verkehrsschau den Antrag vor Ort geprüft. Dabei wurde erklärt, dass die Marktstraße vom Grundsatz her, „den Charakter einer hauptsächlichen Aufenthaltsfunktion“ habe. Parkmöglichkeiten sind durch die vorhandenen Stellplätze berücksichtigt.

Die verkehrsrechtliche Voraussetzung für die Ausweisung einer Fußgängerzone ist zum einen das Einvernehmen der Stadt und zum anderen die Entziehung der straßenrechtlichen Belange. Grundsätzlich bedeutet die Ausweisung als Fußgängerzone ein Verbot für Fahrzeuge. Wobei Anlieger und gewerblicher Lieferverkehr zeitlich eingeschränkt zugelassen werden kann. Dabei muss jedoch das Vorrecht der Fußgänger beachtet werden.

Prinzipiell hatte die Verkehrsschau keine Bedenken, die Marktstraße als Fußgängerzone auszuweisen. Um den Bewohnern weiterhin eine Zufahrt zu gewähren, empfahl die Schau, den Bereich als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. Dazu sollte die Marktstraße als unechte Einbahnstraße ausgewiesen werden, so wäre ein Ausfahren auf die B 466 nicht mehr möglich, was auf Grund der schlechten Sichtverhältnisse sogar wünschenswert wäre.

Die Gemeinderatsmitglieder berieten bereits im Juli darüber und entschieden sich mehrheitlich für die Ausweisung als Fußgängerzone, während die Verwaltung den Vorschlag der Verkehrsschau bevorzugte.

Raphael Kaim (Grüne) erklärte, dass eine Fußgängerzone zu bevorzugen sei. „Viele nutzen die Straße, um mit ihren Autos anzugeben“, beschrieb er die Situation. Außerdem hätten die Veranstaltungen im Sommer gezeigt, dass die 100 Meter der Marktstraße nicht für den Verkehr benötigt würden. Für die Bewohner und Anlieger seien Ausnahmeregelungen möglich, so dass diese die Marktstraße befahren könnten. Am Ende stimmten die Gemeinderäte mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung dem Einrichten einer Fußgängerzone in der Straße zu.

Neue Beleuchtung In der Sitzung haben die Räte auch die Erneuerung der Beleuchtung in der Härtsfeld-Sport-Arena auf den Weg gebracht. „Die dunkelste Halle des Ostalbkreises,“ würde sie von den Tischtennisspielern genannt, scherzte Bürgermeister Thomas Häfele. Die Beleuchtung der Halle sei für aktiven Wettkampfsport nach der dazu gehörigen Verordnung nicht mehr ausreichend. So soll nun eine Umstellung auf LED-Beleuchtung erfolgen.

Dazu erhält die Stadt einen Zuschuss aus den Bundesmittel Naturschutz und Klimaschutz von 40 Prozent.

Stadtbaumeisterin Eva-Maria Ramsperger erläuterte, dass die Beleuchtung dimmbar sein werde und durch das Tageslicht gesteuert wird. Die Ausführung der Erneuerung soll in enger Absprache mit den Vereinen und den Schulen erfolgen. Sie rechnet mit einer Umbauzeit von drei Wochen. Der Einbau könnte in der Zeit von Dezember bis Januar erfolgen. Den Zuschlag für dieses Projekt erhielt die Firma Elektro Meyer aus Neresheim zum Angebotspreis von 70 800 Euro.

Dank Im Namen des Gemeinderates bedankte sich Martin Grupp (CDU) bei den Bauhofmitarbeitern und dem Kulturamt für die „hervorragende Arbeit“ vor, während und nach den diversen Veranstaltungen, die im Sommer in Neresheim stattgefunden haben. Michael Scheidle

Marktstraße

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