Neresheims Beitrag zur Energiewende

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Warum die Stadt auf dem Härtsfeld ihre Fläche für Fotovoltaikanlagen verdoppelt.

Neresheim. Sie leisten ihren Beitrag zum Klimaschutz schon seit langem. Windräder und Freiflächen-Fotovoltaikanlagen auf dem Härtsfeld. Dort prägen sie inzwischen auch ein Stück die Landschaft. Der Gemeinderat sowie die Verwaltung haben jetzt erneut gezeigt, wie wichtig ihnen die erneuerbaren Energien sind. Einmütig haben sie beschlossen, die bislang 0,5 Prozent der Flächen zu verdoppeln, um weitere Freiflächen-Fotovoltaikanlagen zu ermöglichen.

„Bisher sind auf 60 Hektar unserer Gemarkung Fotovoltaikanlagen realisiert oder in einem Verfahren projektiert“, betont Bürgermeister Thomas Häfele in der Gemeinderatssitzung. Im vergangenen Jahr habe man beschlossen, keine weiteren Flächen mehr auszuweisen. „Die Situation ist nun aber seit dem 24. Februar eine völlig andere“, stellte das Neresheimer Stadtoberhaupt fest. Deshalb plädiere er dafür, sich mit dem Thema auch im Gemeinderat erneut auseinanderzusetzen.

Das ist der Plan

Der Plan sei, auf der Gemarkung der Gesamtstadt, die Fläche für solche Anlagen zu verdoppeln. „Das bedeutet, statt einem halben künftig ein Prozent der Gemarkungsfläche zur Verfügung zu stellen“, sagt Häfele und rechnet in Hektar: 120 Hektar, statt der bisherigen 60. Grundlage für die Bebauung sei dann ein vorhabenbezogener Bebauungsplan. „Damit hat der Gemeinderat es bei jeder PV-Anlage in der Hand, ob und wo sie gebaut werden kann“, betont Häfele.

Das bringt die Verdopplung

Der Arbeitskreis „Erneuerbare Energien“ mit Mitgliedern der Gemeinderatsfraktionen habe die Verdopplung empfohlen, erinnert Raphael Kaim. Der Grünen-Stadtrat erklärt, dass sich mehr PV-Anlagen auch wirtschaftlich für die Stadt rechnen – mit höheren Gewerbesteuereinnahmen, über die Verpachtung der Flächen und über die vom Gesetzgeber mit 0,2 Cent pro Kilowattstunde festgelegte Beteiligung an Wind- und Fotovoltaikprojekten. „Die 0,2 Cent hochgerechnet ergeben jährlich bis zu 120 000 Euro.“ 

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