Neues Neresheimer Industriegebiet nimmt letzte Hürde

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Baugebiet, Sohlhöhe, Neresheim, ehemaliges Samariterstift, Gelände
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Bauen in Neresheim: Im Industriegebiet „Riegel Nord“ geht’s wieder voran und auf der „Sohlhöhe IV“ soll es wieder Plätze für Häuslebauer geben.

Neresheim. Sehnlichst erwartet um nicht zu sagen „heiß ersehnt“: „Endlich seit 3,5 Jahren. Wir müssen das jetzt schnellstmöglich genehmigen um loslegen zu können“, ist Bürgermeister Thomas Häfele froh über die einstimmig gefassten Beschlüsse in Sachen neues Industriegebiet „Im Riegel Nord“ für die Stadt Neresheim. Man erinnert sich: Schon am 16. März 2018 fassten die Räte erstmalig einen Aufstellungsbeschluss. Im Rahmen der Beteiligung der Fachbehörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange verlängerte sich das Bebauungsplanverfahren aber durch die eingegangenen Stellungnahmen und Bedenken erheblich. Zwischenzeitlich ist die Nachfrage und der Bedarf an Baufläche für Gewerbetreibende sogar so sehr gestiegen, dass es für die Stadt Neresheim nicht mehr ausreichend ist, nur den ersten Bauabschnitt zu erschließen, sondern auch der in der vorherigen Planung zweite Bauabschnitt in Bebauungsplanverfahren einbezogen werden soll. Lange Rede, viel Verfahren, kurzer Sinn: Am Montagabend brachten die Räte nach einem umfassenden Vortrag von Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Thomas Puschmann letztendlich die notwendigen Beschlüsse zur Änderung des Flächennutzungsplans und des Bebauungsplans auf den Weg. Damit biegt die Realisierung des neuen Industriegebietes auf die Zielgrade ein.

Weitere Bauplätze auf der Sohlhöhe

„In Neresheim ist derzeit kein Bauplatz verfügbar. Der letzte im Bereich des Bebauungsplans „Sohlhöhe III“ wurde im Juni 2021 verkauft weißt die Verwaltung auf die momentan hohe Nachfrage hin. Zeit für die Räte, am Montagabend das Bebauungsplanverfahren „Sohlhöhe IV“ mit Aufstellungsbeschluss, Billigung des Vorentwurfs und dem Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung im „beschleunigten Verfahren“ auf den Weg zu bringen. Angedacht ist die Sohlhöhe IV als „allgemeines Wohngebiet“ mit ca. 18 Bauplätzen hauptsächlich für Einfamilienhäusern, aber auch einem Bereich für Mehrfamilienhäuser. „Warum kein nichtstörendes Gewerbe zulassen“, fragte Raphael Pius Kaim von der Fraktion Bündnis90/GRÜNE nach und regte zusammen mit Fraktionskollegin Carmen Stumpf auch eine höhere Verdichtung an. Auch Nikolaus Rupp, CDU stieg in die Diskussion ein und schlug vor „die Nutzung jedes Grundstücks zu prüfen und auch die Vergaberichtlinien zu überdenken“. Beide Einwände fanden bei den Räten aber keine breite Diskussionsbasis. Letztendlich wurden die Beschlüsse bei jeweils nur einer Gegenstimme auf den Weg gebracht.

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