Räte lehnen Heizkonzept für Halle ab

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Die Turn- und Festhalle in Kösingen ist in die Jahre gekommen. Nachdem das Dach 2017 renoviert worden ist, sind jetzt die Heizung und die Lüftungsanlage dran. Das im Gemeinderat vorgestellte Konzept soll allerdings nochmals überarbeitet werden.
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In der Kösinger Turnhalle müssen die Heizung und die Lüftungsanlage erneuert werden. Warum das vom Bauamt und Planer erstellte Konzept überarbeitet werden muss.

Neresheim

Die Turnhalle in Kösingen benötigt eine neue Lüftungs- und Heizungsanlage. Deshalb hat die Stadtverwaltung die Giengener Planungsgesellschaft Jelli & Burkhard beauftragt, ein Konzept für die Modernisierung der Anlagen zu erarbeiten und das Ergebnis im Gemeinderat zu präsentieren. Doch die Räte waren mit der Konzeption nicht einverstanden und verlangten am Ende einmütig Alternativlösungen.

Doch der Reihe nach. Planer Bernhard Burkhard erläuterte die Basis. Die Turnhalle ist in drei Bereiche gegliedert: die Gaststätte, die Turnhalle sowie die Kegelbahn. Kennzeichen des gesamten Gebäudes sei, dass die Bereiche aber an unterschiedliche Systeme angeschlossen seien. Zudem sei die Messsteuerregeltechnik veraltet.

Burkhard schlug vor, in einem ersten Schritt die Regelungsanlage auszutauschen. Als Kosten nannte der Planer 167 000 Euro (brutto) für die Heizung und 237 000 Euro (brutto) für die Lüftungsanlage. Nicht mit einberechnet seien die Nebenkosten wie etwa die Wartung und die Erneuerung der Schaltschränke, räumte Burkhard auf Nachfrage aus dem Gremium ein. „Einige der Arbeiten könnten Bauhofmitarbeiter erledigen“, meinte Burkhard.

Doch hier hakten die Stadträte nach. Carmen Stumpf waren die Folgekosten einer herkömmlichen, mit Gas betriebenen Therme zu hoch. „Wenn wir jetzt schon so viel Geld für die Modernisierung in die Hand nehmen, sollten auch regenerative Alternativen eine Rolle spielen“, sagte die Grünen-Stadträtin und brachte Photovoltaik, Holzpellets und Wärmepumpe ins Spiel. „Haben Sie denn keine andere Variante geprüft?“, wollte Stumpf wissen, was Planer Burkhard vereinte.

Daraufhin stellte CDU-Sprecher Martin Grupp den Antrag, die Konzeption nochmals zu überarbeiten und sie dann dem Gemeinderat zu präsentieren. Grupp forderte, dass der neue Stadtbaumeister – Bernd Wengert verlässt Neresheim nach acht Jahren – seine Ideen in das Kösinger Vorhaben miteinbringen solle.

Kösingens Ortsvorsteher Dirk Hoesch verwies auf das Alter der Halle. Wenn diese nun zukunftsfähig gemacht würde, müssten entsprechende Alternativen eingebunden sein. „Zumal nahezu 500 000 Euro investiert werden.“ Dem Ortsvorsteher ein Dorn im Auge ist die geplante Lüftung auf dem Platz vor der Halle. „Die Nordseite der Turnhalle ist meiner Ansicht nach der bessere Ort dafür“, so Hoesch.

Da fraktionsübergreifend eine Alternativkonzeption gefordert wurde, formulierte Bürgermeister Thomas Häfele den Antrag, wonach die Verwendung von erneuerbaren Energien bei der Heizung der Kösinger Halle geprüft werden soll.

Wenn wir jetzt schon so viel Geld in die Hand nehmen, sollten auch regenerative Alternativen eine Rolle spielen.“

Carmen Stumpf, Stadträtin

Die Turn- und Festhalle

Das Gebäude der Turn- und Festhalle stammt aus dem Jahr 1965. Die Kegelbahn wurde 1974 angebaut. Die Gastronomie ist gleichzeitig das Vereinsheim der Faschingsfreunde Kösingen.

Die Turnhalle ist 20,70 Meter lang, 12,50 Meter breit und 5,80 Meter hoch.

Die letzte Renovierung (Dach und Vorhänge) erfolgte im Jahr 2017. aki

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