Rebekka Scheck - die Neue auf dem Härtsfeld

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Rebekka Scheck ist die neue Pfarrerin der evangelischen Kirchengemeinden in Neresheim und Schweindorf.
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Was die 41 Jahre alte Pfarrerin nach Neresheim lockt, welche Erwartungen sie mitbringt und was sie schon erlebt hat. Am Sonntag, 20. Februar, feiert die Theologin Investitur in Schweindorf.

Neresheim

Sie schaut gerne über den Tellerrand hinaus. Die gebürtige Heilbronnerin hat nach dem Abitur in Göppingen ein soziales Jahr in Schweden absolviert, dann in Tübingen, Greifswald und Heidelberg studiert und schließlich ihr Vikariat in Berlin gemacht. Jetzt wechselt sie von der Schlosskirche in Friedrichshafen am Bodensee aufs Härtsfeld. Pfarrerin Rebekka Scheck wird am kommenden Sonntag, 20. Februar, um 14.30 Uhr in Schweindorf in der Carl-Bonhoeffer-Halle investiert.

„Wir hatten als Familie den Wunsch zu wechseln, bevor unser Sohn eingeschult wird“, begründet sie den Aufbruch nach sieben Jahren von Friedrichshafen aufs Härtsfeld. Jonathan ist fünf, Elisabeth drei Jahre alt. Rebekka Scheck nennt noch einen weiteren Grund für die Ostalb als Ziel. Die neue Pfarrerin der beiden evangelischen Kirchengemeinden Neresheim und Schweindorf sowie ihr Mann Philipp, ein Maschinenbauingenieur, schätzen das Ländliche. „Hier ist man als Pfarrerin viel näher an den Menschen. Und das Härtsfeld unterscheide sich nicht so sehr von Friedrichshafen, findet sie und spricht von „interessanten Grenzlagen“, von einer fantastischen Natur und von tollen Ausflugszielen.

„Dabei gefällt mir natürlich nicht nur die Gegend“, sagt Rebekka Scheck. In den beiden hiesigen Kirchengemeinden sei enormes ehrenamtliches Engagement spürbar. So sehe sie eine große Chance, gemeinsam das kirchliche Leben hier kreativ zu gestalten. „Ich habe kein fertiges Konzept in der Schublade“, sagt sie, die in Berlin und Brandenburg Kirche weniger traditionell volkskirchlich erlebt hat. Vielmehr wolle sie wahrnehmen, was die Menschen in Neresheim und Schweindorf bewegt, wer sie sind und was sie machen. „Dabei Vorhandenes stärken und weiterentwickeln“, sagt sie.

Wertschätzung und Regeln

„Als Theologin ist mir wichtig, darauf aufmerksam zu machen, dass unser Leben nicht nur auf der oberflächlichen Ebene stattfindet.“ Was die 41-Jährige damit meint? Im Alltag nicht nur auf Leistung setzen und To-do-Listen abarbeiten. Es gehe vielmehr darum, wert zu schätzen – uns und unsere Mitmenschen – und den Maßstab des Erfolgs zu relativieren und zurechtzurücken, meint die Pfarrerin, die sich als selbst als liberal beschreibt, die die Bibel und das Gesangbuch liebt und von einer tiefen Frömmigkeit und Spiritualität spricht. „Der Glaube macht frei“, sagt sie. Aber es brauche Regeln. Und so fügt sie an: „Regeln sind von Nächstenliebe geprägt.“

Gottesdienste, Religionsunterricht, Kasualien wie Taufe, Hochzeit und Beerdigungen, aber auch die Seelsorge zählt zu ihren Aufgaben.

Seelsorge und Ökumene

„Die Seelsorge spricht mich persönlich an“, sagt sie und erzählt von einer Zusatzausbildung. Die Seelsorge geschehe in einem geschützten Raum. Sie gebe das Gefühl, dass man als Mensch mit seinen Eigenheiten nicht zu kurz komme.

Damit aber nicht genug. Auch die Ökumene ist der Pfarrerin wichtig; die wolle sie in Neresheim pflegen, sie unter anderem bei karitativen Projekten weiter voranbringen.

Wissenswertes zur Investitur

Der Festgottesdienst zur Investitur von Pfarrerin Rebekka Scheck wird am Sonntag, 20. Februar, um 14.30 Uhr in der Carl-Bonhoeffer-Halle in Schweindorf gefeiert. Grußworte werden im Anschluss an den Gottesdienst gesprochen.Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gilt die aktuelle Corona-Verordnung.

Vorhandenes stärken und weiterentwickeln.“

Rebekka Scheck, Pfarrerin
  • Investitur von Rebekka Scheck
  • Der Festgottesdienst zur Investitur von Pfarrerin Rebekka Scheck wird am Sonntag, 20. Februar um 14.30 Uhr in der Carl-Bonhoeffer-Halle in Schweindorf gefeiert.
  • Grußworte werden im Anschluss an den Gottesdienst gesprochen.
  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Es gilt die aktuelle Corona-Verordnung.

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