So werden Bauplätze für Mehrfamilienhäuser in Neresheim vergeben

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In Dorfmerkingen entsteht das Neubaugebiet "Sandgrube III". Nicht nur Einfamilien- und Doppelhäuser sind dort vorgesehen, sondern auch Mehrfamilienhäuser. Wie diese Bauplätze vergeben werden, darum ging es jetzt in der Gemeinderatssitzung.
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 Stadträte diskutieren wie in Neresheim künftig Bauplätze für Mehrparteienhäuser vergeben werden. Warum die CDU das Thema von der Tagesordnung nehmen will.

Neresheim. Ein Thema, mit dem sich die Neresheimer Gemeinderäte schon häufiger befasst haben, sind die Richtlinien für die Vergabe von Bauplätzen. Jetzt ging es um die Vergaberichtlinien für Mehrparteienhäuser, damit über eine verdichtete Bauweise mehr Wohnraum geschaffen werden kann. Deshalb soll für Häuser mit fünf und mehr Wohnungen in der Ratssitzung am 25. April ein Beschluss gefasst werden. In der Vorberatung am Montagabend hat der Gemeinderat nochmals diskutiert, ehe er das Verfahren auf den Weg gebracht hat, mit dem eine extra Interessentenliste für die Vergabe von Grundstücken für Mehrfamilienhäuser geführt wird.

Gleich zu Beginn der Sitzung stellte Martin Grupp den Antrag, das Thema von der Tagesordnung zu nehmen, um einen Experten in puncto Vergaberichtlinien zu hören. „Wir wollen, dass die Vergabe transparent ist“, sagte er und schlug vor, die Anpassung der Richtlinie im Technischen Ausschuss erneut nichtöffentlich zu beraten.

Bürgermeister Thomas Häfele zeigte für den Antrag wenig Verständnis. „Wir habe vor einer Woche in dieser Sache im Technischen Ausschuss nichtöffentlich beraten. Dort wurde eine Empfehlung dafür ausgesprochen – mit einer großen Mehrheit“, erinnerte der Schultes. Die Bürger bräuchten Verlässlichkeit, nach welcher Systematik die Vergabe von solchen Bauplätzen funktioniere. „Wenn wir die Vergabe nun neu ordnen, geht alles von vorne los.“ Die Stadt habe dann keine Richtlinie für Mehrfamilienhäuser. „Das Thema ist dann weg“, meinte Häfele mit Blick auf das anstehende Baugebiet in Dorfmerkingen. 

Mit sehr knapper Mehrheit – bei sieben Stimmen dagegen, sechs Stimmen dafür und vier Enthaltungen – wurde der Antrag abgelehnt und die Räte befassten sich dann doch mit den Richtlinien. 

Die Regularien

Manuel Hoke vom Stadtbauamt erläuterte das Vorgehen. Die Stadt führe eine Interessentenliste, parallel zu der für Ein-, Zweifamilien- oder Doppelhäuser. Die Interessenten müssten dann einen Planungsentwurf sowie Referenzen vorlegen. Die Stadt behält sich vor, die Vergabe nach städtebaulichen Aspekten vorzunehmen. Innerhalb von zwei Jahren müsse der Rohbau stehen, nach insgesamt drei Jahren das Gebäude fertig sein. Die Räte stimmten mehrheitlich dafür.

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