Über Freund und Feind im Gartenbeet

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Starker Abend im Neresheimer Stadtgarten: Christiane Karger vom Landratsamt begeistert Gartenliebhaberinnen und -liebhaber mit ihrem Vortrag.
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Wie Christiane Karger vom Landratsamt Gartenliebhaber begeistert.

Neresheim. Sie verkörpert ganz sicher das, was der Schwabe „a echts Käpsele“ nennt. Wer sie nicht kennt: Christiane Karger ist die Kreisfachberaterin „Obst- und Gartenbau“ am Landratsamt Ostalbkreis. Sie hat Gartenbauwissenschaften studiert und gibt ihre Erfahrungen in der Gartengestaltung und dem Anbau von Obst und Gemüse immer gerne und mit spürbar großer Begeisterung weiter. „Vor allem auch an Hobbygärtner“ betont sie.

Maßgeblich war sie auch an Aufbau und Gestaltung des Neresheimer Stadtgartens mit seinen vielen Attraktionen und auch beim neuen „Stadtgärtle“ beteiligt. Fast logisch, dass ihr auch der erste Vortrag im Rahmen des Neresheimer Sommerprogramms im idyllischen Stadtgarten gebührt. Ihr Thema: „Freund und Feind im Gartenbeet.“ Wobei „Vortrag“ hier das völlig falsche Wort ist. Fröhlich und frei spricht Karger von der Seele weg, stellt anschaulich an mitgebrachten Beispielen Schädlingsbefall dar, nennt Maßnahmen und rät, was man wie, wann und wo machen sollte. Das Ganze in ständiger Interaktion mit den über 40 Zuhörerinnen und Zuhörern. Die sind merklich bewandert in Sachen „Garten“ und erweisen sich schnell als echtes „Fachpublikum“.

Eine Kernaussage des Abends: „Eine gesunde Pflanze ist weniger anfällig.“ Soll heißen: Macht man schon „vorher“, also bei Auswahl der Pflanzen, beim Standort, dem Boden, der Düngung oder auch den Pflanzennachbarn vieles richtig, spart man sich später Arbeit und letztendlich meist auch den Griff zur Chemie. Den sieht Christiane Karger auch nicht gerne und setzt auch im Falle des Schädlingsbefalles am liebsten auf Natur. Gleiches gilt beim Düngen. „Brennnesseljauche ist prima“, kommt da ein Vorschlag aus dem Publikum. „Die stinkt furchtbar“, lachen einige. „Man kann die Brennnesseln beim Pflanzen auch mit eingraben“, rät die Fachfrau. So geht es munter weiter. Jeder hat einen Beitrag. Jeder nimmt was mit.

Fisch im Beet

Mit einem Tipp bringt Karger das Publikum zum Staunen. „Sie können auch einen Fisch mit eingraben“, rät sie und erklärt, was dabei im Boden so alles Nützliches vor sich geht. „Aber das kann ich selbst leider nicht machen. Mein Hund gräbt die schneller aus, als ich sie ein“, schränkt sie gleich ein. Heribert Andres

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