Unbekannte attackieren Kunstwerke im Stadtgarten

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Der „Lichtkörper 2021“ von Hedwig Maier-Unrath war auch schon Ziel von Attacken
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Die Werkschau regionaler Künstler in Neresheim war schon mehrfach Ziel unbekannter Täter.

Neresheim. Am Wochenende haben Unbekannte zwei Kunstwerke im Neresheimer Stadtgarten zerstört. Den Schaden beziffert Franziska Becker vom städtischen Kulturamt auf mindestens 2000 Euro. Und das war nicht die erste Aktion gegen die Werkschau regionaler Künstler.

Die Scherben liegen am Boden. „Das sind die Reste von 'Opus VI' von Hedwig Maier-Unrath“, erklärt Franziska Becker. Das Werk stammt aus der Aktion vom vergangenen Jahr. Die Skulptur der Gaildorfer Künstlerin bestand aus Tonringen, die aufeinandergestapelt waren; innen mit Stahl befestigt und über eine Metallplatte im Boden verankert. Franziska Becker bezeichnet das Werk als „eher fragil“. Wie auch das Werk Maier-Unraths in diesem Jahr. „Damit hatten wir auch schon Probleme“, sagt die städtische Kulturmanagerin über das „Lichtwerk“. Noch vor Ausstellungseröffnung hätten ebenfalls Unbekannte versucht, das Kunstwerk zu zerstören. Glücklicherweise habe es dem „Angriff“ standgehalten. Der Bauhof habe die kleineren Schäden reparieren können.

Augen offen halten

Doch nicht nur die Werke aus Ton von Hedwig Maier-Unrath sind Ziel von Attacken. Auch die Bauhofmitarbeiter waren kreativ und haben ihren Teil zur Ausstellung beigetragen. Damit man im Stadtgarten nicht alleine auf einer Bank sitzen „muss“, haben die Mitarbeiter einen Holz-Trompeter installiert. „Daran haben sich die Täter wohl auch gestört und haben ihm ein Bein abgeschlagen“, bedauert Becker. Sie appelliert an alle, die Augen offen zu halten und hofft, dass die Täter die Werkschau künftig in Ruhe lassen. „Schließlich sollen sich unsere Gäste an den Kunstwerken doch freuen können.“

Ulrike Schneider

Hinweise zu den Tätern ans Polizeirevier Neresheim.

Die Skulptur Opus VI von Hedwig Mayer-Unrath Opus VI ist zerstört worden.
Das ist das Werk, bevor es zerstört wurde. Es stammt aus der Aktion 2020.

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