Wie Politik in Neresheim funktioniert

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Bürgermeister Thomas Häfele im Gespräch mit Schülern der Klasse acht der Härtsfeldschule Neresheim

Achtklässler der Härtsfeldschule besuchen im Rahmen des Aktionstags „Schule trifft Rathaus“ Bürgermeister Thomas Häfele und erhalten einen Einblick in dessen politische Arbeit.

Neresheim

Kommunalpolitik ist die direkteste Form der politischen Meinungsbildung und Arbeit. Wie direkt Kommunalpolitik wirkt, haben Achtklässler der Härtsfeldschule bei ihrem Besuch im Rathaus der Stadt Neresheim erfahren. In einem ganztägigen Workshop haben die Jugendlichen die Grundlagen der Kommunalpolitik kennengelernt und später sogar selbst Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen dürfen. Zum politischen Aktionstag hatte die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (lpb) eingeladen.

„Viele kennen Politik nur aus dem Fernsehen. Hier geht es überwiegend um die große Politik auf Landes- und Bundesebene“, sagt Marian Hummel von der lpb. Der Aktionstag „Schule trifft Rathaus“, will nicht nur das allgemeine politische Wissen festigen. Vielmehr sollen den Jugendlichen Wege aufgezeigt werden, wie sie die Zukunft ihrer Gemeinde oder Stadt aktiv mitgestalten können. „So lernen die Jugendlichen die Beteiligungsmöglichkeiten an Entscheidungsfindungen kennen“, meint Hummel.

Die sogenannten „Top-Ideen“ der Schüler sind den Ideen und Forderungen aus der Erwachsenenwelt gar nicht mal so unähnlich: Kostenloses WLAN in der Stadt, Ausbau der Freizeitangebote, Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) oder mehr Einkaufsmöglichen und Gastronomie sind Themen, die die Bürger der Stadt Neresheim ebenfalls beschäftigen.

Bürgermeister Thomas Häfele nahm sich im Rahmen des Aktionstages viel Zeit für die Fragen und Anregungen der Jugendlichen. Zum Thema WLAN hatte Bürgermeister Häfele auch gleich Positives zu berichten. „Seit circa vier Wochen haben wir in der Innenstadt von Neresheim einen komplett freien WLAN-Zugang geschaffen.“ Insgesamt stehe er Breitbandausbau „ganz oben auf der Arbeitsliste des Rathauses“, betonte Bürgermeister Häfele. Allerdings sei dies „eine herausfordernde Aufgabe für die Stadt“, die flächenmäßig die drittgrößte Ausdehnung im gesamten Ostalbkreis hat.

Auch auf die anderen Themengebiete ging Häfele während des Workshops ein. In der „wilden“ Fragerunde wird der Bürgermeister auch nach seinem Verdienst gefragt. Seine Antwort: „Ich verdiene gut. Rechnet man das aber auf den Stundenlohn um, sieht das nicht mehr so gut aus“, scherzte Thomas Häfele in Hinblick auf seine 80-Stunden-Woche.

Ein politischer Tag kann für beide Seiten, Bürgermeister und Jugendliche, sehr spannend und aufregend sein. Direkte Beteiligung an der politischen Arbeit ist motivierend, wie die Schüler selbst feststellen konnten. Häfele lud die Schüler auch gleich dazu ein am Ball zu bleiben. „Wir haben in der Stadt ein eigenes Gremium, die Jugendinitiative, die sich regelmäßig trifft. Hier könnt ihr jederzeit mitmachen und eure Stadt mitgestalten.“

Schüler der Klasse acht der Härtsfeldschule sprechen mit Bürgermeister Thomas Häfele

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