80 Prozent von 174 Härtsfelder Gewächsen erkannt

+
Der Pflanzenbestimmungstag für angehende Landwirte hat Tradition bei Landwirtschaftsmeister Klaus Freihart aus Ohmenheim. Das Foto zeigt ihn mit seinen vier Schülern. Foto: privat

Pflanzenbestimmungstag mit Schülern der Justus-von-Liebig-Schule auf dem Hof der Familie Freihart.

Neresheim-Ohmenheim. Vier angehende Junglandwirte haben ihre Pflanzenkenntnisse erfolgreich unter Beweis gestellt. Ihr Praxisbetrieb ist Landwirt Klaus Freihart aus Ohmenheim. Der hatte 174 Pflanzen des Härtsfeldes gesammelt und seine Schüler des Berufsgrundbildungsjahres mussten sie dann beim Pflanzenbestimmungstag erkennen.

Auf dem Betrieb von Landwirtschaftsmeister Klaus Freihart in Ohmenheim hat der Pflanzenbestimmungstag Tradition. Immer am letzten Ausbildungstag des Berufsgrundbildungsjahres für angehende Landwirte der Justus-von-Liebig-Schule Aalen steht diese Aktion auf dem Programm.

Unterricht auf dem Hof

Immer freitags kommen die Schüler nach Ohmenheim, wo sie neben Theorie (wie Pflanzenbestimmung), Futterrationen oder Düngeraufwandsmenge Berechnen auch in der Praxis helfen. Im Herbst stehen Bodenbearbeitung und die Aussaat von Getreide und im Winter Stallarbeit und Maschinenpflege an.

Für den Pflanzenbestimmungstag hatte Freihart auf der Markung Ohmenheim etwa fünf Stunden lang 174 Pflanzen, die derzeit auf dem Härtsfeld wachsen, gesammelt. „Insgesamt gedeihen hier etwa 200 Pflanzen“, wie der Fachmann weiß. Er nennt einige bekannte Frühblüher wie das „Leberblümchen“ und den „Himmelschlüssel“, die jetzt zu dieser Jahreszeit nicht zu finden sind.

Der Landwirt legte die Pflanzen in Gruppen in seiner Maschinenhalle aus und dann wurde es für seine Schützlinge, zwei „Mädchen“ und zwei „Jungs“, ernst.

Geschulte Augen

Mit Erfahrung können geschulte Augen ähnlich aussehende Pflanzen unterscheiden. Beispielsweise das giftige Jakobskreuzkraut, das man nicht mit dem Johanniskraut, einer Heilpflanze, nicht verwechseln sollte. Beide blühen gelb. Weniger bekannte Gewächse der Region sind das „Orientalische Zackenschötchen“ oder das „Kanadische Berufskraut“; beide seien neu eingeschleppte Unkräuter.

Für einen Landwirt ist es selbstverständlich, sämtliche Nutzpflanzen wie die Getreidesorten, Mais, Raps, Kartoffeln, Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Einkorn, Lupine und Soja bestens zu kennen. Zudem weiß er über Ackerunkräuter, Wiesenpflanzen, Wiesenkräuter und Pflanzen am Weg- und Straßenrand Bescheid.

Noch vor der Blüte

„Das „Jakobskreuzkraut“ und die „Gemeine Wegwarte“ nehmen zu. Auf dem Härtsfeld gibt's jede Menge „Wiesenstorchschnabel“ und „Klatschmohn“, der oft in Christbaumkulturen zu finden ist“, sagt Freihart. Unkräuter müssten am besten noch vor der Blüte erkannt werden, um bei Bedarf rasch dagegen vorgehen zu können. „Azubis müssen in Theorie und Praxis begeistert werden“, betonte der Ohmenheimer Klaus Freihart.

Am Pflanzenbestimmungstag erkannte einer der Schüler 80 Prozent der Pflanzen. Insgesamt war Lehrer Freihart hochzufrieden mit den Kenntnissen der baldigen Junglandwirte. Im September kommt wieder eine neue Gruppe angehender Landwirte nach Ohmenheim zu den Freiharts.

Zurück zur Übersicht: Ohmenheim

Kommentare