Eine Premiere auf dem Dorfplatz

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Geschafft! Gruppenbild mit den frisch getauften „Weinberg Weible“ des Faschings- und Brauchtumsvereins Ohmenheim (FBO). Foto: privat

Outdoor-Nacht der „Weinberg Weible“ des Faschings- und Brauchtumsvereins Ohmenheim mit Maskentaufe und fröhlichem Spektakel bei der Einweihung des ersten Narrenbaums des Ortes.

Neresheim-Ohmenheim

Dass Ohmenheim seit Samstagabend fest in Narrenhand ist, kann jeder gut erkennen, denn auf dem Dorfplatz steht erstmals ein Narrenbaum, aufgestellt vom Faschings- und Brauchtumsverein Ohmenheim (FBO). Der Verein hatte zu seiner sehr guten besuchten Outdoor-Nacht seiner „Weinberg Weible“ eingeladen.

Trotz des Schmuddelwetters war auf dem Dorfplatz richtig was los; die Stimmung war bestens und die Zuschauer verfolgten das Spektakel rund um die Maskentaufe und Einweihung des ersten Narrenbaums.

Kunstvolle Schnitzereien

Aus dem Verein, der 2016 gegründet worden war, und rund 70 Mitglieder hat, war die Idee gekommen, einen Narrenbaum aufzustellen - erstmals in der noch jungen Vereinsgeschichte. Der Baum kam aus einem Ohmenheimer Wald und am Stamm zieren ihn kunstvolle Schnitzereien, wie „FBO“, „2023“ und das Ohmenheimer Wappen. Das FBO-Narrenbaumteam stellte ihn am Tag zuvor auf dem Dorfplatz beim Rathaus auf. Auf der Spitze des Baumes, einer Baumwurzel, ist eine „Weinberg Weible“-Puppe drapiert, die über den FBO wacht. 2017 war die Gründungstaufe und 2018 eine Maskentaufe gewesen.

Mit dem Ohmenheimer Schlachtruf dem dreifachen „FBO - Hey Ho“, der im Laufe des Abends mehrmals zu hören war, begrüßten Patricia Schneider und Carola Meyer, beide vom FBO. Sie freuten sich über das Interesse der Bürger und führten durch das Programm. Sie begrüßten die Gäste, darunter die „Heuberghexen“ Zöschingen und die „Faschingsfreunde Kösingen“ mit deren Schlachtrufen „Heuberg Hexa“ und „Hanoi Hajo“.

„Liebe Leut', lasst euch sagen, 18.33 Uhr hat die Glock' geschlagen, heut' beginnt für alle Leut' unsere schöne Fasnachtszeit. Kommt alle her, hört und seht, was hier bei uns vor sich geht“, reimten die beiden Frauen. Sie erklärten: „Der Narrenbaum steht für den Widerstand der Narren und soll zeigen, dass sie nun regieren. Unser Dank gilt dem Narrenbaumteam“. Damit der Narrenbaum noch lange Zeit durchhält, gossen ihn die Mitglieder mit Rotwein.

Ernst wurde es für die 18 noch „ungetauften“ FBO-ler, die im Häs und ihrer Maske in der Hand antraten. Aufgeteilt in mehreren Gruppen wurde den Täuflingen zuerst rote Weinbergpaste ins Gesicht gestrichen, danach stellten sie sich namentlich vor und jeder von ihnen musste anschließend das mysteriöse Weinbergblut trinken, das nicht jedem oder jeder schmeckte. „Jetzt seid ihr alle hier im gleichen Häs und habt ein Gemisch getrunken aus dem gleichen Gefäß. Ab heute soll ein Gefühl mit Euch sein, dass Ihr Euch fühlt nicht mehr allein. Unterwegs werdet Ihr sein auf großen Straßen, um dort alle Leut zu bespaßen. Aber bitte gebt aufeinander acht, auch wenn's zwischen Euch mal kracht“, lautete der Taufspruch. Sie erhielten viel Applaus.

Lohn für die Mühen

Mit einem Präsent - alles, was Mann oder Frau zum Relaxen braucht - wurden die „FBO-Tanzweible“ für ihre Mühen, blauen Flecken und den wöchentlichen Trainingsbesuch seit Herbst belohnt. Einen Blumenstrauß gab‘s für Bea Totzauer, der „Tanzweible“-Trainerin. Mit dem dreifachen Ausruf „Tanz Weible“ wurden sie „entlassen“.

Der FBO und seine derzeit elf „Tanzweible“ kommen viel rum. Die „Tanzweible“ waren auf dem Nachtumzug in Waldhausen, dem Ostalbumzug in Aalen oder in Münsingen bei den „Hungerberghexen“. Auf dem Härtsfeld sind sie bald auf dem Ohmenheimer Feuerwehrball oder Dorfmerkinger Musikerball zu sehen.

Unter großem Beifall endete die gelungene Outdoor-Nacht, bei der auch das Wetter mitspielte und es während der Zeremonie nicht regnete.

Interessierte oder neue Mitglieder sind beim Faschings- und Brauchtumsverein Ohmenheim mit seinen „Weinberg Weible“ und „Tanzweible“ herzlich willkommen. Weitere Infos gibt es unter www.fb-ohmenheim.de oder auf Instagram.

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