Planänderung auf der Pilgerreise

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Hans Joas

Die Corona-Krise betrifft auch Hans Joas Reise nach Santiago de Compostela. Der Ohmenheimer berichtet.

Ohmenheim/Saint-Jean-Pied-de-Port. Immer wieder berichtet Hans Joas den SchwäPo-Leserinnen und -Lesern von seiner Pilgerreise nach Santiago de Compostela.

"Mitte Juli habe ich den bekannten Pilgerort Le Puy-en-Velay verlassen und bin auf der ‘Via Podiensis', dem historischen Pilgerweg zu den Pyrenäen weitergegangen. Nun erreiche ich nach einigen Wochen in den nächsten Tagen mein weiteres Ziel, die kleine Pilgerstadt Saint-Jean-Pied-de-Port. Sie liegt am Fuß der Pyrenäen und ist der letzte Ort vor der spanischen Grenze und der Pyrenäenüberquerung", schreibt Joas in einer E-Mail an die Redaktion. "Hier sammelten und sammeln sich seit dem frühen Mittelalter Pilger, die sich auf die letzte große Strecke des Jakobsweges quer durch Spanien bis nach Santiago de Compostela begeben."

Nach dem Verlassen von Le Puy-en-Velay habe er Tage später die Benediktinerabtei Conques besucht, ebenfalls wie Le Puy seit Jahrhunderten ein zentraler Pilgerort. Sein Weg habe ihn danach durch die Margeride, das Aubrac, die Gascogne sowie durch das Be'arn und das französische Baskenland geführt. "Ich habe in den letzten Wochen unzählige Bäche, Flüsse und Steinbrücken überquert, ging durch Weinberge und ausgedehnte Wälder sowie durch wunderschöne Landschaften. Viele historische Kapellen, Kirchen und Plätze säumten meine Wege. In Saint-Jean-Pied-de-Port werde ich mich ein paar Tage erholen", schreibt Joas weiter.

Allerdings müsse er seinen nen ursprünglichen Plan ändern. "Aufgrund von gestiegenen Coronazahlen in den Regionen Navarra und Katalonien und nach einer Reisewarnung der Bundesregierung gehe ich jetzt nicht über die Pyrenäen und quer durch Spanien, sondern fliege von Biarritz in Frankreich nach Porto in Portugal." In Porto gehe er auf dem portugiesischen Pilgerweg nach Santiago de Compostela. "Wenn alles gut läuft, bin ich in der ersten Septemberwoche in Santiago de Compostela", schreibt Joas weiter.

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