Sinnvolle Abrundung für Ohmenheim

Der Ortschaftsrat berät die Fortschreibung des Regionalplans. Bürgermeister Häfele informiert über die Möglichkeit, Einwände vorzubringen.

Neresheim-Ohmenheim

Der Ohmenheimer Ortschaftsrat hat sich über die Gesamtfortschreibung des neuen vorgelegten Regionalplans Ostwürttemberg, der die Entwicklungsmöglichkeiten bis 2035 festlegt, beraten. In der derzeitigen Anhörungsphase werden alle Einwände und Änderungswünsche sämtlicher Träger öffentlicher Belange, darunter die des Ortschaftsrates, von der Stadt Neresheim aufgenommen.

Regionalplan:

Speziell um Ohmenheim und Dehlingen ging es nun bei der Sitzung im Feuerwehrhaus. „2010 wurde der letzte Regionalplan fortgeschrieben. Wo ein Zielkonflikt war, konnte meist nichts umgesetzt werden“, fasste Bürgermeister Thomas Häfele zusammen. Er erläuterte die verschiedenen Gebiete und Flächen, wie Vorrang- und Vorbehaltsgebiete, „Vorrang Naturschutz“ oder Landwirtschaft des Regionalplans und welche Möglichkeiten sie bieten. Eine als „Vorrang Naturschutz“ markierte Fläche lasse keine Entwicklung zu.

„Was kann man gegen den neuen Regionalplan machen?“, erkundigte sich Ortschaftsrat Matthias Freihart. Das Stadtoberhaupt antwortete: „Wir befinden uns in der Anhörungsphase und die Träger öffentlicher Belange - Privatleute, Firmen, Vereine und die Öffentlichkeit - können Einwände vorbringen.“ Änderungswünsche nehme die Stadtverwaltung entgegen.

Das Gremium diskutierte mögliche Entwicklungen für Ohmenheim und Dehlingen. Es einigte darauf, städtebaulich sinnvolle Abrundungen für die beiden Orte schaffen zu wollen.

Breitbandausbau:

Das für den Breitbandausbau benötigte POP-Gebäude - eine Schaltstation - sei drei Meter breit, drei Meter lang und zweieinhalb Meter hoch und werde auf dem Flurstück 395 „An der Steige“ in Ohmenheim entstehen. Die Planung übernehme die Firma Geo Data aus Westhausen und die Lieferung und den Aufbau die Firma Connect Com aus Nürtingen. Mit der Ausführung sei bis voraussichtlich Juli 2023 zu rechnen.

Windschutzhecken:

Für das Windschutzheckenschnittprogramm seien nach dem Aufruf im Nachrichtenblatt verschiedene Anträge eingegangen, informierte Reimer.

Energiesparmaßnahmen:

Um Energie zu sparen, werden in der Gesamtstadt künftig die Straßenlaternen von 24 bis 4 Uhr abgeschaltet, die Raumtemperaturen in Sporthallen bei Schulsport auf 19 Grad sowie 20 Grad in Schulen und Verwaltungsräumen abgesenkt, informierte Ortsvorsteher Manfred Reimer.

Seniorenbeirat:

Der Bürgermeister lud Personen ab 60 Jahren ein, im Seniorenbeirat, den die Stadt neu gründet, mitzuwirken. Interessierte können sich bei Jasmin Albert von der Verwaltung melden.

Verschiedenes:

In der Sitzung bekannt gegeben wurde, dass zwei Spielgeräte vom abgebauten Spielplatz auf dem Neresheimer Marienplatz auf dem Spielplatz in Dehlingen aufgestellt werden und ein Teilstück der alten Bopfinger Straße, das „Kirchheimer Heule“ mit Kies eingesplittet werde.

In der „Unteren Straße“ in Ohmenheim werden ab dem Jagdschuppen bis zum Verteiler im „Höllwinkel“ auf den Häusern in Kürze die Stromdachständer abgebaut und auf Strom-Erdverkabelung umgestellt, berichtete Reimer. In diesem Zug würden Leerrohre für Breitband und Wasserleitungen eingezogen. Ob Erdgasversorgungsleitungen verlegt werden, sei fraglich. Der restliche Ausbau der „Unteren Straße“ solle im Frühjahr 2023 erfolgen.

Ortschaftsrat Hans-Josef Joas erkundigte sich, ob die Ohmenheimer Turn- und Festhalle „ertüchtigt“ werden könne. Häfele bedauerte: „Es ist schwierig, etwas hierzu zu sagen, denn alle Wünsche aus der Gesamtstadt belaufen sich auf über acht Millionen Euro. Die ersten Haushaltsberatungen starten am 4. November.“

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