„Wie der Holunder blüht, so ist die Ernte“

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Landwirt und Sängerkranzvorstand Klaus Freihart (l.) zeigt auf der Wanderung, welche Pflanzen es auf dem Härtsfeld gibt.

Bei einer Feld- Kräuter- und Pflanzenwanderung des Sängerkranzes Ohmenheim erklärt Landwirt und Sängerkranzvorstand Klaus Freihart die Botanik des Härtsfeldes.

Neresheim-Ohmenheim

In allen Farben blühen derzeit Pflanzen und Blumen an Wald- und Wegrändern sowie die Wiesen selbst. Der Ohmenheimer Landwirt Klaus Freihart, zugleich Vorstand des Sängerkranzes Ohmenheim kennt die Pflanzen auf dem Härtsfeld in- und auswendig. Er lud den Sängerkranz zu einer interessanten Feld-, Kräuter- und Pflanzenwanderung rund um Ohmenheim ein.

Zuvor mehrmals verschoben, startete am Freitagabend bei herrlichem Sommerwetter die Wanderung am Aussiedlerhof der Familie Freihart. In knapp 2,5 Stunden begeisterte Klaus Freihart die rund 20 Teilnehmer mit seinem riesigen Pflanzenwissen und nützlichen Tipps restlos.

„Als Landwirt sind Pflanzen mein Steckenpferd und tagtägliche Arbeit“, sagte er. „Wir haben eine Liste mit Ackerunkräutern, Nutzpflanzen, Gräsern, Wiesenkräutern, Pflanzen, Wald- und Heckenpflanzen und Ackergräsern zusammengestellt, die etwa 200 Pflanzen enthält“, so Freihart weiter, der seit 47 Jahren passionierter Landwirt ist.

Es gab eine Eiche zu sehen, die vom Eichenprozessionsspinner befallen ist. Man lernte: Das Johanniskraut ist Heilpflanze; das Jakobskreuzkraut giftig. Die Esparsette wurde nach dem Krieg als Futterpflanze angebaut. Die aufgeriebenen Blätter des Spitzwegerichs helfen bei Insektenstichen. Auf dem Härtsfeld gibt es fünf Wickenarten; Vogel-, Zaun-, gelbe Wiesen-, rote Acker- und bunte Kronwicke. Die wilde Pfefferminze blüht rot/lila und der Wiesensalbei blauviolett. Auf den lila blühenden Feldern wächst „Phacelia“ als Bienenweide. Eine von Freiharts Lieblingsblumen ist das das echte Leimkraut.

Freihart sprach auch über die Felder, dass die Wintergerste in die Knie geht, dass Schweinepest und der Weizen den Bauern Sorgen bereiten. Der viele Regen ließ Pilze im Weizen entstehen. Ein Haferfeld war zu sehen, Rarität auf dem Härtsfeld. Dinkel muss bald gedroschen werden.

Ein Sprichwort zitierte Klaus Freihart: „So wie der Holunder blüht, so ist die Ernte“. In diesem Jahr glaubt er, wird es eine gute Ernte auf dem Härtsfeld geben.

Wieder zurück auf dem Aussiedlerhof der Familie Freihart dankte Klaus Freihart den Mitlaufenden für ihr Interesse und er wurde mit viel Applaus und Komplimenten belohnt. Ab 10 Interessierten würde er die Wanderung noch einmal durchführen, ergänzte er. Zum Abschluss gab es kühle Getränke und belegte Brote.

Pflanzen sind mein Steckenpferd und tagtägliche Arbeit.“

Klaus Freihart, Landwirt

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