Sängerkranz macht weiter

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Ein Bild aus besseren Zeiten: Der Sängerkranz Ohmenheim 2018 beim 135. Geburtstag. Foto: privat

Ohmenheimer Sängern fehlt der Nachwuchs, 140. Geburtstag wird noch gefeiert.

Neresheim-Ohmenheim. Um alles oder nichts ging es bei der Hauptversammlung des Sängerkranzes Ohmenheim. Beraten wurde über dessen Weiterführung oder Auflösung. Die Probleme: nur wenige Aktive, Sänger und junger Nachwuchs fehlen. Vorerst wird der Sängerkranz weiter erhalten, zumal er 2023 140 Jahre alt wird.

Ein Ansporn für einen Chor ist ein Jubiläum. Bislang umrahmte der gemischte Chor immer kirchliche oder weltliche Feste/Veranstaltungen gekonnt und ist fester Bestandteil im Dorfleben. Derzeit finden aufgrund der schlecht besuchten Proben keine Singstunden statt. Der Verein kann jedoch nicht sang- und klanglos aufgelöst werden, denn laut Satzung ist dies erst möglich, wenn er weniger als fünf Mitglieder hat. In der „Kanne“ sagte Vorstand Klaus Freihart: „Nur wenige Aktive kamen zur ersten Probe am 3. Mai 2022 und zur letzten Probe am 26. Juli. Damals wurde beschlossen, die Proben einzustellen.“ Schriftführerin Claudia Hochstatter erinnerte mit ihrem Protokoll der Versammlung 2021: „Das ganze Vorstandsteam stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl; hängte jedoch nochmals zwei Jahre dran“.

Über die Finanzen 2021 informierte Kassiererin Simone Pfeuffer, der die Kassenprüfer Willi Graßmann und Eugen Barth korrekte Arbeit bestätigen. Die Versammlung entlastete einstimmig die Kassiererin und die gesamte Vorstandschaft.

Einstimmig wurden die Beiräte Daniela Westhauser und Klaus Neumann für ein Jahr wiedergewählt sowie Eugen Barth und Willi Graßmann als Kassenprüfer wiederbestellt.

Projektchor findet Anklang

„Schon länger ist der Probenbesuch rückläufig; Corona trug dazu bei. Die Altersstruktur steigt, es fehlen junge Sänger/-innen und etliche ältere Aktive sind alters-/krankheitshalber ausgestiegen“, bedauerte Vorsitzender Freihart. „Mit acht oder neun Sängern/-innen kann man nicht singen. Ein Projektchor ist eine Chance. Einen Projektchor zu initiieren zum 140-jährigen Bestehen des Sängerkranzes“, hob Freihart hervor.

Bei einer Fusion des Sängerkranzes mit den Ohmenheimer Maimusikanten bräuchte ein Chor noch mehr Aktive, damit sie nicht untergehen. Beirätin Daniela Westhauser regte an, die Sänger sollen mit den Maimusikanten (kein eingetragener Verein; sondern ein loser Zusammenschluss) verschmelzen. Rose Faußner: „Es wäre ein Armutszeugnis, wenn sich der Verein auflösen würde“. Sie favorisiert das Singen an kirchlichen Hochfesten oder zu Projekten. Die Vorteile: keine ganzjährig durchgehenden Proben und ein überschaubarer Probenzeitraum.

„Das 140-jährige Jubiläum des Sängerkranzes ist eine riesen Aufgabe; ob und in welchem Rahmen es gefeiert wird, zeigt sich noch. Wenn überhaupt, klappt’s nur mit einem Projektchor. Vorerst ruht der Singstundenbetrieb und Dirigentin Schoffers ist eine ‚ruhende Dirigentin‘“, sagte Vorstand Freihart.

Interessierte Sänger/-innen können sich bei Klaus Freihart melden unter: freihart.klaus@t-online.de

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