„Taläcker“ geht in die nächste Runde

  • Weitere
    schließen
+
Das Freibad soll eine kirchliche Segnung erhalten.

Der Rat fasste den Beschluss, die Stadt Neresheim zu bitten, das Baugebiet so schnell wie möglich anzugehen und es als Mischgebiet auszuweisen. Inzwischen gibt es eine nennenswerte Zahl von Interessenten.

Neresheim-Kösingen

In der Turnhalle begrüßte unter Coronabedingungen Ortsvorsteher Dirk Hoesch die zahlreichen Zuhörer. „Etwa 14 Bauplätze entstehen, davon sind zwei Bauplätze abzuziehen; darunter ist auf einem Bauplatz das vermietete Wohnhaus, das zum Sargfabrikgelände gehört und stehenbleibt“, so Hoesch.

In der Sitzung wurde die Grundsatzentscheidung für das Baugebiet „Taläcker“ gefällt, das auf dem ehemaligen Sargfabrikgelände entstehen soll, das sich am Ortseingang, von Richtung Neresheim kommend, befindet. Vonseiten der Bevölkerung und Interessenten gab es hauptsächlich Bedenken hinsichtlich der Emissionen durch den benachbarten Schweinezuchtbetrieb.

Der Landwirt des Betriebs sagte, dass Gerüche da seien und sich sein Betrieb entwickeln könne. Der Gesetzgeber habe kürzlich eine neue Nutzungs-/Haltungsverordnung für Schweine beschlossen, in der das Tierwohl im Vordergrund stehe.

„In einer Ausgabe des Nachrichtenblattes der Stadt Neresheim wurde eine Grobplanung des Baugebiets ,Taläcker' veröffentlicht“, erläuterte Thomas Häfele. „Erfreulich ist, dass es mittlerweile fünf junge Interessenten gibt. Man steht in Kontakt mit verschiedenen Behörden, die vor Ort waren und aus erster Sicht keine Bedenken haben. Darunter stellte das Landwirtschaftsamt fest, dass im neuen Baugebiet nur eine geringe Geruchsbelastung durch den benachbarten Schweinezuchtbetrieb zu erwarten ist“, so der Bürgermeister. „Aus Verwaltungssicht spricht nichts gegen die Verwirklichung des Baugebiets ,Taläcker'. Die Stadt möchte schnell die Verwirklichung einsteigen“, so Häfele.

Der Stadtbaumeister Bernd Wengert informierte: „Die allgemeine Kanalnetzplanung (AKP) aus 2013 für Kösingen wird von einer Fachfirma auf den aktuellen Stand gebracht und die ,Taläcker' einbezogen. Die Ausschreibung für den Abbruch der Sargfabrikgebäude ist fertig. Im neuen Baugebiet wird es ein Trennsystem zur Wasserentsorgung geben. Die Detailplanung hierfür muss noch erstellt werden.“ Er erinnerte, dass in Kösingen 2016 Maßnahmen zur Verbesserung der Entwässerung erfolgten.

Ortschaftsrat Dino Kunick regte an, einen kleinen Spielplatz in die „Taläcker“ einzuplanen. Ein Spielplatz gehe zulasten der Menge der Bauplätze und der Bauplatzpreise, so der Ortsvorsteher. Bewerbungen für Bauplätze sind an die Stadtverwaltung Neresheim zu richten. Das Baugebiet soll als Mischgebiet ausgewiesen werden; ein nicht störendes Gewerbe ist möglich, beispielsweise ein Architekturbüro oder ein Friseur, ergänzte er.

Ortschaftsrat Philipp Wiedenmann erkundigte sich nach dem Namen des Baugebiets. Hoesch antwortete, die letztliche Namensgebung sei noch nicht erfolgt. Der Name „Taläcker“ habe sich aus dem angrenzenden Talweg ergeben.

Die Abrundung der „Ecken“ des Baugebiets „Taläcker“ durch eine Flurbereinigung regte Ortschaftsrat Markus Grubauer an.

Ortschaftsräte merkten an, dass die Bauplatzpreise im nahen Forheim (Bayern) günstiger seien. Häfele erklärte, dass die Bauplatzpreise aufgrund der Kosten kalkuliert werden und die Stadt werde versuchen die Bauplatzpreise so günstig wie möglich zu halten.

Am Ende der Sitzung sprach sich der Ortschaftsrat einstimmig dafür aus, das Baugebiet in der angedachten Form schnellstens zu verwirklichen und es als Mischgebiet auszuweisen. Der Bürgermeister sicherte zu, das Baugebiet zügig umzusetzen. Das vermietete Wohnhaus, das zum Sargfabrikgelände gehört, bleibt stehen, ergänzte der Stadtbaumeister. Ein Verkauf der Betonhalle sei nicht möglich, da sie nicht versetzbar sei, so Ortsvorsteher Hoesch auf Nachfrage.

Ortschaftsrat Dino Kunick hatte mehrere Anliegen

Straßenbaulicher Lückenschluss von Kösingen in Richtung Forheim: Hierzu ist man mit dem Landratsamt im Gespräch, so der Bürgermeister.

Kirchliche Segnung des Freibades: Bürgermeister Häfele stimmte der Segnung zu und meinte mit einer Eröffnung rechnet er eher Mitte Juni 2021.

Radweg von Neresheim nach Kösingen, insbesondere soll das Freibad einbezogen werden: Eventuell könne eine Förderung durch ein Bundesprogramm erfolgen. „Die Stadt Neresheim überprüft, ob ein etwaiger Radweg durch das Förderprogramm des Bundes bezuschusst werden kann. Bei einem Radweg mit Einbeziehung des Landkreises müsste die Stadt 50 Prozent der Kosten selbst tragen, was finanziell nicht machbar ist“, so Häfele.

Es werden etwa 14 Bauplätze entstehen.“

Dirk Hoesch, Ortsvorsteher

Zurück zur Übersicht: Härtsfeld

WEITERE ARTIKEL