Thema Tiny-Häuser erneut auf dem Tisch

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OR Kösingen

In Kösingen geht es um das Baugebiet Taläcker und den Radweg von Neresheim nach Kösingen.

Neresheim-Kösingen. Mit der in 2021 fertiggestellten, gelungenen Sanierung des Freibades in Kösingen erfüllte sich ein langgehegter Wunsch des Ortschaftsrates. Seine weiteren Vorhaben sind nun die Verwirklichung des Baugebietes Taläcker und ein Radweg von Neresheim nach Kösingen. Doch wie geht es mit der Turnhalle und dem Grundschulgebäude weiter? Renovierungsbedarf gibt es in der Turnhalle und am Tonziegeldach der Grundschule.

Baugebiet Taläcker

„Seit der letzten Ortschaftsratssitzung hat sich auf dem zukünftigen Baugebiet Taläcker viel getan; es erfolgte der Abbruch des ehemaligen Sargfabrikgebäudes,“ sagte Ortsvorsteher Dirk Hoesch bei der Sitzung in der Turnhalle. Zuerst beriet das Gremium über den Baugebietsnamen, das in der Stadt Neresheim auch unter dem Namen Talweg geführt wird. Einstimmig waren die Räte dafür, das Baugebiet Taläcker zu nennen, da das Flurstück/-gebiet Taläcker heißt. Die dortigen Bauplätze werden zwischen 500 bis 600 und 800 bis 1000 Quadratmeter groß sein. Grundlage für die Baugebietsplanung wird ein Entwurf des früheren Stadtbaumeisters Bernd Wengert sein.

Erneut Thema Tiny-Häuser

Erneut kam das Thema Tiny-Häuser auf. In einer früheren Sitzung hatten sich die Räte gegen Tiny-Häuser in den „Taläckern“ ausgesprochen. Die „Taläcker“ sollen ein Mischgebiet werden, in dem nicht störende Kleingewerbe ausgeübt werden können. Ortschaftsrat Bruno Reiter meinte „Tiny-Häuser“ sollen verfolgt werden, da Baugebiete einige Jahre bis zur Realisierung dauern. „Kösingen kennt sich in der Gesamtgemeinde mit Tiny-Häusern aus, wegen des nahen Wochenendhausgebietes Rotenberg, in dem nur kleine Häuser stehen. Eventuell kann am Rotenberg erweitert werden, mit der Vorgabe, nur Tiny-Häuser zu bauen, so der Ortsvorsteher. „Tiny-Häuser ermöglichen günstiges Wohnen, die Wohnfläche beträgt etwa bis zu 50 Quadratmeter und benötigen ein kleines Grundstück von 150 bis 200 Quadratmeter, ergänzte Gemeinderat Josef Beyerle. Ortsvorsteher Hoesch sicherte zu das Vorhaben Tiny-Häuser anzugehen und die Stadtverwaltung einzubeziehen. Eine Machbarkeitsstudie für Tiny-Häuser soll in Auftrag gegeben werden.

Sonstige, zukünftige Vorhaben

Radweg Neresheim-Kösingen: Die Stadt Neresheim kann einen Radweg von Neresheim nach Kösingen finanziell nicht stemmen, dennoch sieht es für dieses Projekt gut aus. Ortsvorsteher Hoesch trug bei einer Landkreisausschreibung den angedachten Radweg Neresheim-Kösingen ein und erhielt positive Resonanz. Dieser Radweg wurde in das Landkreisprogramm aufgenommen und könnte 2024 kommen. Bürgermeister Thomas Häfele ließ ausrichten, dass dieser Radweg in der Kreiswegeplanung enthalten ist. Die Räte wollen ihn möglichst nah oder parallel zur Kreisstraße planen.

Turnhalle und Grundschulgebäude in Kösingen: „Die Grundschule ist eine Außenstelle der Härtsfeldschule Neresheim, die nicht stillgelegt ist, sondern derzeit ohne Schulbetrieb ist“, so der Ortsvorsteher. Die Härtsfeldschule platze aus allen Nähten. In Kösingen gebe es wieder mehr Kinder. Im Baugebiet Taläcker werden etwa 14 Bauplätze entstehen; meist würden hier junge Menschen bauen, was sich wiederum gut auf die Grundschule auswirken könnte. Eventuell lohne sich wieder eine Grundschule vor Ort. Neresheim habe die Kösinger Grundschule im Blick. „Das mit Tonziegeln gedeckte Grundschuldach ist schlecht“, so der Ortsvorsteher. Auf der Nordostseite über dem Eingang seien sie kaputt, moosig und lösen sich auf. Auf der Südseite und Richtung Westen sieht es besser aus. Die defekten Dachziegel auf der Südseite könnten ersetzt werden, erläuterte Hoesch und ergänzte die Kostenschätzung muss abgewartet werden.

Die Turnhalle ist die älteste Halle in der Gesamtgemeinde, die von der einst selbstständigen Gemeinde Kösingen gebaut und in die Eingemeindung mit der Stadt miteingebracht wurde. Der Ortschaftsrat ist sich einig: Kösingen braucht eine Halle für Vereine, Veranstaltungen und Vermietungen. In einer Begehung wurde auf die Problemstellen hingewiesen, darunter Heizung, Kegelbahnheizung, Kegelbahnrenovierung, barrierefreier Eingang, Fenster, Turnhallenboden und WCs/behindertengerechte WCs. Im nächsten Haushalt soll die Halle eine Überplanung erhalten. Fachleute schätzen, nur die Heizung würde rund 300 000 Euro kosten.

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