Über Volleyball zur Freundschaft

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Schöne Erinnerungen: Die Bürgermeister, Väter der Städtepartnerschaft und guten Freunde, Yves Fournier und Gerd Dannenmann bei der Feier zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Aix-en-Othe und Neresheim.
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Wie sich vor 25 Jahren eine besonders herzliche Städtepartnerschaft zwischen Aix-en-othe und Neresheim entwickelt hat.

Neresheim/Aix-en-Othe

März 1988. In Neresheim macht sich ein Volleyballteam fröhlich zum ersten Mal auf nach Frankreich in die kleine Ortschaft Aix-en-Othe am Nordrand der Champagne. Gaby Harsch leitete das Team. Mit dabei war neben Heinz Schmidt, dem späteren Leiter der Härtsfeldschule, unter anderem auch Lehrerin Marlies Hau, die eigentliche Initiatorin der Fahrt.

Sie war dann auch neben Harsch und Schmidt maßgeblich die treibende Kraft bei der weiteren Entwicklung in Sachen Städtepartnerschaft. Denn schon im Schüleraustausch und dann im Praktikum während des Französisch-Studiums war sie im gleichen Departement und hat auch Kontakt zur Schule in Aix bekommen. „Hier habe ich mich sofort wie zuhause gefühlt“, erinnert sie sich gerne. Ansprechpartner dort waren unter anderem Daniele Bastide und Aurelien Chaudet. Es wurden schnell Freunde der ersten Stunde für die Neresheimer. „Volleyball war dann der Aufhänger, um Freundschaften zu pflegen und auch herzliche Feste zu feiern. Das war schön und hält sich bis heute“, beschreibt Heinz Schmidt die Anfangszeit der Freundschaft zwischen Aix und Neresheim.

Nach den Volleyballern fuhren Musiker nach Aix, die Freundschaften untereinander vertieften sich und erreichten schnell auch die „offizielle“ Seite. „Bei den beiden Bürgermeistern Yves Fournier und Gerd Dannenmann hat die Chemie vom ersten Augenblick an super gepasst“, bestätigen dazu Marlies Hau, Heinz Schmidt und auch Gerhard Lang, der heutige Vorsitzende des Neresheimer Städtepartnerschaftsvereins. Der hat sich 1994 gegründet und der frühere Vorstand Alois Voitl war bei der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Jahr 1996 dabei. Marc Fournier, nicht verwandt mit dem Bürgermeister, war damals sein Pendant in Aix.

Heute sind es andere Namen, die mit viel Herzblut die Freundschaft auf französischer Seite fortführen. Etwa Lehrerin Sabine Leutpolt, die es vor 30 Jahren in die Region gezogen hat. Oder Olivier Romain, der heute Vorsitzender des Partnerschaftsvereins in Aix ist. Besser kann eine Städtepartnerschaft nicht sein. Einzig Corona macht dem ständigen Austausch untereinander einen Strich durch die Rechnung. So kann auch das 25-jährige Bestehen erst 2022 auf dem Neresheimer Stadtfest gefeiert werden. Dann aber hoffentlich wieder so wie früher.

„Die Dauerhaftigkeit einer Städtepartnerschaft lebt und ist geprägt von persönlichen Bindungen und Begegnungen. Sie muss von unten wachsen“, erläutert Marlies Hau. Stolz ist sie auch, dass neben Schüleraustausch und den vielen sonstigen Kontakten und offiziellen Anlässe auch schon zum Beispiel junge Franzosen ein Praktikum in Neresheimer Firmen gemacht haben.

„Bei Besuchen ist die Unterbringung in Gastfamilie ganz wichtig und von den Franzosen sehr gewünscht“, betont sie dann und lacht: „Es ist immer ein Highlight wenn wir es schaffen, unsere Gäste vor allem bei großen Veranstaltungen unterzukriegen. Das zu organisieren kostet, mich oft viele Wochenenden. Doch jeder, der mitmacht, ist hinterher total begeistert.“

„Alle waren gleich ein Herz und eine Seele.“

Marlies Hau und Heinz Schmidt
Seit 1996 besteht die Städtepartnerschaft.

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