Waldhausen wünscht sich eine neue Sporthalle

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Die alte Turn- und Festhalle ist zu klein geworden. Der Ortschaftsrat wünscht sich eine neue Halle. Foto: Oliver Giers
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Was der Ortschaftsrat für den Haushalt beantragt und was der Oberbürgermeister dazu sagt.

Aalen-Waldhausen. Der Ortschaftsrat Waldhausen wünscht sich eine neue Turn- und Festhalle. Die alte Halle, sagte Ortsvorsteher Patrizius Gentner bei der Haushaltsberatung, stamme aus den 60er-Jahren. Damals hatte der Ort ihm zufolge etwa 1200 Einwohner. Heute wohnen laut Gentner rund 2500 Menschen in Waldhausen. „Die Größe der Halle, 12 auf 24 Meter, entspricht nicht mehr der Größe unserer Ortschaft“, sagte er. Sie sei zu klein geworden für den Sport und für Veranstaltungen.

Die alte Halle umzubauen und zu erweitern, sei keine Lösung. Denn damit wäre sie für ein bis zwei Jahre geschlossen. „Es kann nur auf einen Neubau hinauslaufen“, sagte Gentner. Harald Drabek (CDU) unterstützte das: „Wir brauchen dringend eine neue, größere Halle.“ Einstimmig sprach sich der Ortschaftsrat dafür aus, in den Haushalt für 2023 eine Planungsrate von 500 000 Euro und weitere Mittel in den kommenden Jahren einzustellen.

Oberbürgermeister Frederick Brütting antwortete: „500 000 Euro kann ich Ihnen für 2023 nicht zusagen.“ Er nannte es eine gute Entwicklung, dass der Ortschaftsrat sich einen Willen gebildet habe. Aber es gebe viele Projekte im Stadtgebiet in Wartestellung. Es gebe nicht genug Kapazitäten in der Stadtverwaltung, alle gleichzeitig zu realisieren.

Harald Wörner (SPD) schlug vor, dann eben ein externes Büro mit dem Projekt zu betrauen. „Wenn der politische Wille da ist, geht das“, sagte er. Der OB antwortete: „Es gibt verdammt viel abzuarbeiten.“ Wenn man sich übernehme und zu viel auf einmal angehe, dann verzögerten sich die Projekte und die Kosten steigen. „Da mache ich nicht mehr mit“, sagte Brütting. Jürgen Mößner (UBL) lobte den OB für seine Worte. Er erinnerte an die Kita, wo es genauso gelaufen sei. „Das wollen wir bei der Halle nicht haben“, sagte Mößner.

Christian Haas (UBL) sprach von anderen Aalener Ortsteilen, die neuere Hallen hätten, und deren neuere Hallen nun saniert würden. Brütting sagte: „Die Notwendigkeit ist für mich unbestritten.“ Auf Nachfrage von Oliver Eiberger (UBL) sagte der Oberbürgermeister, dass es möglich sein sollte, eine Planungsrate für 2024 einzustellen. Immer vorausgesetzt, der Gemeinderat stimmt zu.

Baugebiet Heidfeld: Auch in Waldhausen macht man sich Gedanken um den geplanten neuen Zeiss-Standort in Ebnat für 2000 Mitarbeitende. „Das ergibt einen ganz anderen Blick auf die Zukunft“, sagte Gentner. Der Ortschaftsrat sprach sich daher einstimmig dafür aus, das geplante Baugebiet Heidfeld ein Jahr nach vorne zu ziehen und Mittel dafür bereitzustellen. Es geht um ein 2,2 Hektar großes Gebiet am nordöstlichen Ortsrand von Waldhausen. Gentner sprach von der Planung im kommenden Jahr und der Ausführung 2024, später war sogar die Rede von einer Erschließung noch im kommenden Jahr.

OB Brütting antwortete, dass im Tiefbau nächstes Jahr keine zusätzlichen Arbeiten mehr möglich seien. „Es ist unrealistisch, dass wir nächstes Jahr erschließen.“ 2024 zu erschließen, sei ein ehrgeiziges Ziel. Das politische Signal, es soll das Heidfeld sein, sei aber wichtig. Dann könne man dieses Baugebiet mit Priorität behandeln.

Ortsmitte: Außerdem wünscht sich der Ortschaftsrat die Neugestaltung der Ortsmitte. Einstimmig sprach sich das Gremium dafür aus, für das kommende Jahr eine Planungsrate von 500 000 Euro dafür einzustellen und Mittel für die Umsetzung in den darauffolgenden Jahren zu berücksichtigen. Der OB wies darauf hin, dass für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt und der Ortsmitte eine Planungsrate von 50 000 Euro im kommenden Jahr eingeplant sei. Die kompletten Planungskosten würde das zwar nicht decken, aber Brütting zeigte sich zuversichtlich, dass man auch mit 50 000 Euro kommendes Jahr schon viel erreichen könne.

Calisthenics: „Das hat früher Trimm-Dich-Pfad geheißen“, sagte Gentner. Heute sei Calisthenics in Mode. Bei 12 Ja- und einer Enthaltung sprach sich der Ortschaftsrat dafür aus, 25 000 in den Haushalt einzustellen, um zu überprüfen, wie und wo eine Fitnessstrecke im Ort realisiert werden kann.

Smart City: Gabriele Ceferino (Grüne) stellte zwei Anträge zum Thema Smart City, die ihr zufolge aus dem Smart-City-Budget gedeckt werden können. Zum einen ging es um eine Ortschafts-App für 25 000 Euro, über die Bürgerinnen und Bürger Informationen der Ortsverwaltung erhalten und sich austauschen können. Elf Rätinnen und Räte stimmten dafür, zwei enthielten sich.

Für 25 000 Euro für ein Projekt zum Nährstoff- und Wassermanagement in der Landwirtschaft stimmten neun Rätinnen und Räte, zwei waren dagegen, zwei enthielten sich. ⋌Katharina Scholz

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