Etat: Vision und Realität

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Die Waldhäuser Ortschaftsräte befassten sich mit dem Haushaltsplan 2022. Auf der "Regierungsbank" von links: Stadtkämmerin Daniela Faußner, Baubürgermeister Wolfgang Steidle, OB Frederick Brütting, Ortsvorsteher Patriz Gentner und Geschäftsstellenleiteri
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Was im Haushaltsplan für Waldhausen vorgesehen ist und was sich der Ortschaftsrat wünscht.

Aalen-Waldhausen. „Wie soll sich Waldhausen in den nächsten Jahren entwickeln“, so hat Patriz Gentner seine „Vision“ für Waldhausen zum Haushaltsplanentwurf der Stadt überschrieben. Im selben Atemzug fügte der Ortsvorsteher an, dass man einen großen Schritt in die Zukunft mache, wenn die neue Kita im kommenden Jahr in Betrieb gehe. Wichtig für den Ortsteil sei auch der Ganztagsbetrieb an der Grundschule seit 2020.

Straßenbau und Kreisel

Als nächster Punkt auf der Agenda der Waldhäuser steht die Deutschordenstraße. Gentner sprach dabei den Bau eines Kreisverkehrs an der Ecke Deutschorden-/Teckstraße an, die Sanierung der Deutschordenstraße, das fehlende Breitband und den Abwasserkanal aus dem Jahr 1961. Der Ortsvorsteher schlug aber auch den Bogen von der Straße die „umfassend saniert werden muss“ zur Neugestaltung der Ortsmitte und der Innenentwicklung.

Umbau der Gemeindehalle

Wichtiges Thema war Gentner auch die Machbarkeitsstudie für den Umbau oder die Erweiterung der Gemeindehalle. „Die Ergebnisse werden 2022 vorliegen“, so Gentner, der in diesem Punkt für die Vereine sprach. Er zählte all jene auf, die die Halle nutzen, unter anderem die Narrenzunft, die Vhs, Orchester und Liederkranz. „Die Vereine sind unser Rückgrat, hier findet jeder seinen Platz und dafür müssen wir den Raum zur Verfügung stellen“, sagte der Ortsvorsteher.

Glasfaser und Betreuungsplätze

Frederick Brütting wurde dann konkret. Der OB betonte, dass es gesamtstädtisch darum gehe, jetzt die weißen Flecken in puncto Digitalisierung zu beseitigen. In Waldhausen seien noch 2 Kilometer Glasfaser zu verlegen, merkte Brütting an. Weiterer Schwerpunkt in der Gesamtstadt sei die Kinderbetreuung. „In Fachsenfeld und in Waldhausen fehlen Betreuungsplätze“, sagte das Stadtoberhaupt.

Dafür soll's Geld geben

Folgende Investitionen sind im Haushaltsplan und in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehen:

Die größte Summe erhält Waldhausen für den Neubau einer dreigruppigen Kita bei der Grundschule: 1,13 Millionen Euro 2022 und 200 000 Euro im Jahr darauf.

Für den Kindergarten Maria vom Guten Rat sind ein Investitionskostenzuschuss für die Planung von 100 000 Euro 2023 vorgesehen; im Jahr 2025 sind für den Bau 300 000 Euro veranschlagt.

Zwei Baugebiete zählen zu den wichtigen Maßnahmen der nächsten Jahre: das Baugebiet Simmisweiler Straße – der Endausbau 2023 soll 50 000 Euro kosten – und das Baugebiet Heidfeld. Für dessen Planung sind 2024 50 000 Euro in der mittelfristigen Finanzplanung und für den Bau 2025 insgesamt 250 000 Euro eingeplant. Auf die dringende Bitte aus dem Ortschaftsrat, das „Heidfeld“ eher anzugehen, merkte OB Brütting an, dass Bauplätze in der Gesamtstadt gewünscht seien. In Waldhausen gehe es in den nächsten Jahren, so der OB, um den Ortskern, der saniert werden müsse und darum, im Zentrum den Einzelhandel zu etablieren und zu stärken.

Für die Feuerwehr Ebnat/Waldhausen sind 2022 6000 Euro für einen Brandübungscontainer vorgesehen, weitere 6000 Euro im Jahr 2023 für einen Feuerwehranhänger.

Im Gewerbegebiet Geißbergstraße geht es 2024 um eine Ausgleichsmaßnahme von 128 000 Euro und den Endausbau 2025 für 400 000 Euro.Ulrike Schneider

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