Kita-Neubau Waldhausen sorgt für Wirbel

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Seit Monaten geht es mit dem Kita-Neubau in Waldhausen nicht voran. Herbert "Jo" Brenner, CDU-Gemeinderat und CDU-Fraktionsvorsitzender in Waldhausen, empört sich: "Keiner aus der Aalener Stadtverwaltung hat den Mut, mir zu sagen, es fehlt am Geld!"
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Herbert Brenner und Harald Wörner geraten sich in die Haare.

Aalen-Waldhausen. „Der Kita-Neubau schlägt hohe Wellen “, hatte die Schwäbische Post am 10. September getitelt. Ortsvorsteher Patriz Gentner gab in der jüngsten Ortschaftsratssitzung deshalb einen Sachstandsbericht zu dem Bau nach Auskünften durch die Fachämter der Stadt Aalen. Im Fokus standen die Hintergründe aus Sicht der Stadt für die zu erwartende Zeitverzögerung beim Bau.

Eigentlich sollte die Kita schon 2020 gebaut worden sein, doch auch 2021 wird sich nichts tun, man gehe jetzt von einer Fertigstellung Ende 2022 aus, so Gentner.

Weil schon Kinder angemeldet seien, müsse man jetzt für zwei Gruppen eine Interimslösung finden. Diesbezüglich geprüft würden Räume im Keller der Grundschule, die früher von der Konrad-Biesalski-Schule genützt worden seien. Am 7. Oktober finde eine Begehung mit dem Landesjugendamt statt, ob man eine Betriebserlaubnis für diese Interimslösung bekomme. Andernfalls müsse man eine Container-Lösung ins Auge fassen.

Brenner: In Wahrheit geht es ums Geld

Harald Wörner meldete sich zu Wort und warf Herbert Brenner in Bezug auf den Presseartikel in dieser Zeitung „Profilierung“ vor. „Dummes Gerede, schaffen Sie lieber Abhilfe“, antwortete Brenner, der unterstrich: „Ich habe nicht die Unwahrheit gesagt.“ Vielmehr habe er als Einziger „diesen Skandal angesprochen“. Der Zeitungsartikel gebe den wirklichen Sachstand wieder.

Er bleibe dabei, dass es ums Geld gehe. Das sei im Vordergrund gestanden. Bürgermeister Wolfgang Steidle habe ihm gesagt, dass er von OB Thilo Rentschler angewiesen worden sei, in puncto Kita Waldhausen zugunsten jener in Dewangen Geld einzusparen.

Harald Drabek sprang Brenner bei, man müsse der Sache auf die Spur gehen und die Missstände nicht allein mit Lieferknappheit und Handwerker-Mangel abtun.

Karl Dambacher erklärte hingegen, man solle jetzt nach vorne schauen. Vor der Begehung am 7. Oktober müsse die Stadt konkrete Vorschläge an die Hand geben. „Wir brauchen eine Übergangslösung für unsere Kinder in der Schule“, so Dambacher weiter.

Es sei unmöglich, dass Brenner an die Presse gegangen sei, erklärte Harald Wörner, dafür solle er sich schämen. Brenner ging noch einen Schritt weiter. Er wolle vom neuen OB Frederick Brütting wissen, wer „diese Sache verschleppt hat“. Er lasse sich von niemand beirren, der Sache auf den Grund zu gehen.

Gentner: Container als Interimslösung favorisieren

„Unsere Kinder sind keine Kellerkinder“, sprach sich Brenner gegen eine Interimslösung in der Schule aus. Jedem müsse aber klar sein, dass eine Container-Lösung richtig ins Geld gehen werde.

Ortsvorsteher Patriz Gentner meinte, dass Container zu favorisieren seien. Karl Dambacher appellierte an die Verantwortlichen, zumindest bis April/Mai 2022 eine Fertigstellung des Neubaus zu ermöglichen.

Lothar Schell

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