Pumptrack wird gut angenommen

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Mehrere Monate im Winter 2018 und Frühjahr 2019 haben die Jugendlichen in Waldhausen ihren neuen Freizeittreffpunkt in mühevoller Handarbeit erschaffen. Seit April 2019 ist der Pumptrack für alle offen.
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Selbst gebaut und viel befahren: Die Jugendlichen in Waldhausen haben sich vor einem Jahr einen neuen sportlichen Treffpunkt erschaffen. Der wird rege genutzt.

Auf und ab, sie nehmen jeden Hügel mit. Zwischendrin ein Sprung, alles nur mithilfe von Gewichtsverlagerung und gezielten Zieh- und Drückbewegungen. Die Jugendlichen in Waldhausen haben seit gut einem Jahr einen neuen Treffpunkt und der ist sportlich: der Pumptrack hinter den Sportanlagen.

In mühevoller Handarbeit haben die Jugendlichen sich diese Freizeitmöglichkeit geschaffen, möglich gemacht haben es die DIMB IG Ostwürttemberg (Deutsche Initiative Mountainbike), der Sportverein und die Ortschaft Waldhausen. "Ab zehn, zwölf Jahren gehen die Kinder nicht mehr auf den Spielplatz, mit 14 dürfen sich auch gar nicht mehr. Und dann haben sie in Waldhausen keine Möglichkeit, ihre Freizeit zu verbringen", erklärt Carsten Schymik, von der DIMB Ostwürttemberg und der aus Waldhausen kommt. So einen Treffpunkt haben die Jugendlichen sich nun mit der Pumptrack-Anlage selber erschaffen.

Verwendet wurden ausschließlich natürliche Materialien, nämlich Erde vom Härtsfeld, die an einem Tag herangeschafft und grob modelliert wurde. Hier leistete Baggerfahrer Klaus Bier aus Himmlingen alle Arbeit. So konnte aus einem Haufen Dreck die Mountainbikestrecke werden.

Geplant hat die Strecke Konrad Willar von Pumptrack.de, der auch eine erste Skizze für den Bau angefertigt hat. Unterstützt wurden die jungen Macher von der DIMB unter Anleitung des Pumptrackexperten Claus Birk. So lernten die Kinder und Jugendlichen, wie man Wellen und Steilkurven modelliert und geschickt anordnet. Wichtig bei dem Bau eines Pumptracks ist es grundsätzlich, Gefahrenstellen zu vermeiden, die ganze Anlage muss abrollbar sein, erklärt Schymik.

Mit dem Projekt zeigen die Macher auch, dass Sport und Naturschutz einwandfrei Hand in Hand gehen und wie Sport in der Natur geht. "Eine Sportanlage ist kein Widerspruch zum Umweltschutzgedanken", macht Schymik deutlich. Der BUND steuerte Blumensamen bei, die den Pumptrack zu einem bunten und für kleine Tiere und Insekten wichtigen Lebensraum machen.

Eine Sportanlage ist kein Widerspruch zum Umweltschutzgedanken.

Carsten Schymik DIMB

In Zukunft soll die Strecke durch eine Patenschaft mit dem SV Waldhausen betreut werden. Vereinsvorstand Oliver Pusch hat die Realisierung ermöglicht und bei der Definition des Betreibermodells mitgewirkt.

Seit der offiziellen Eröffnung April 2019 ist der Pumptrack nun befahrbar für jedermann. Die meisten Waldhausener Jugendlichen wagen sich mit dem Fahrrad auf den Track. Das Ziel ist, den Track zu fahren, ganz ohne in die Pedale zu treten. Und das geht mit geschickter Gewichtsverlagerung und gezieltem Be- und Entlasten, das Pumping genannt wird. Das funktioniert aber auch mit anderen Sportgeräten. Wer möchte, kann sich auch mit dem Skateboard, dem Longboard, Inlineskates oder dem Scooter auf den Pumptrack in Waldhausen wagen.

Die Jugendlichen aus Waldhausen erfreuen sich an ihrem selbst erschaffenen Treffpunkt und der Möglichkeit, gemeinsam draußen Sport zu machen. Die Anlage wird regelmäßig genutzt.

Die Jugendlichen aus Waldhausen und der näheren Umgebung haben sich so eine gute Möglichkeit geschaffen, ihre Freizeit wohnortnah draußen an der frischen Luft zu verbringen und ihr Können auf dem Fahrrad stetig zu verbessern.

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