So wird die Ortsdurchfahrt sicherer und attraktiver

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Ortsbegehung in Aalen-Waldhausen: Im Fokus stand die Deutschordenstraße.
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Waldhäuser Ortschaftsräte erörtern mit einem Dortmunder Stadtplaner und Vertretern der Stadt Änderungen in der Deutschordensstraße.

Aalen-Waldhausen. Vorangestellt sei – und das ist wichtig – dass es sich um ein Langzeitprojekt handelt. Nichts für morgen, sondern scheibchenweise für die nächsten Jahre. Der Stadtbezirk Waldhausen hat den Zuschlag für ein Programm der Landesregierung bekommen, um einen attraktiven und lebendigen Ortskern zu schaffen. Dies betonte auch Ortsvorsteher Patriz Gentner in seiner Begrüßung. „Wir haben hier eine große Chance, die wir nicht verpassen sollten“, erklärte Gentner und er fügte hinzu: „Wir haben in der Tat Luft nach oben.“ Es gehe bei diesem Projekt darum, Mosaiksteine wie Verkehr, Platz-Charaktere, Treffpunkte und die Facette Einkaufen unter einen Hut zu bringen. Gentner machte aus seinem Herzen keine Mördergrube in der Hoffnung, dass „Waldhausen wie jetzt die Weltstadt Paris 30 Kilometer-Zone werden könnte.“ Zumindest in ein paar Jahren.

Sabine Rieger vom Aalener Stadtplanungsamt brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass Waldhausen vom Land ausgewählt wurde für eine Ortsmitte-Gestaltung. „Dies zeigt letztlich auch, dass Bedarf da ist“, erklärte sie und nannte gleich einmal die Stichpunkte, die vom Planer ins Auge gefasst werden: Begrünung, Verengung der Straße, Verlangsamung des Verkehrs und Platzgestaltung.

Lukas Schröder-Schilling unterstrich, dass die Planziele im Gesamtprojekt auf mehrere Jahre aufgeteilt würden. Das Büro „Planersocietät“ befasse sich mit der konzeptionellen Verkehrsplanung. Potenzial im ländlichen Raum aufzudecken, sei die Zielstellung des Verkehrs- und des Sozialministeriums. Ein erster Ortsmitten-Check sei in petto, ein Online-Dialog ist auch schon über die Bühne und man wolle zeitnah auch die Bürgerschaft ins Boot holen. Schließlich werde dann ein Planungsbild auf den Weg gebracht.

Entlang der Deutschordenstraße äußerten die Ortschaftsräte ihre Ideen. Festgestellt wurde, dass auf der südlichen Straßenseite der Gehweg zu schmal sei, eine Einschränkung in puncto Fußgänger und Barrierefreiheit. Ein Ausweichen auf die Straße berge Gefahren. Ein Thema war auch eine eventuelle Geschwindigkeitsreduzierung. Im Online-Dialog war dies ein brennendes Thema.

Als dringend empfunden wurde bei der Begehung eine temporäre Begrünung mit Kübelpflanzen. Priorisiert wurden feste Bäume. Die Durchgängigkeit des Gehwegs, Begrünung und Barrierefreiheit seien wichtige Themen beim Online-Dialog gewesen, erklärte René Hoffmann, der beim Aalener Stadtplanungsamt fürs Projekt in Waldhausen zuständig ist. Der Ortsvorsteher goss dahingehend Wasser in den Wein, dass man bezüglich einer Verbreiterung des Gehwegs aufs Wohlwollen von Grundstückseignern angewiesen sei. Betroffene Grundstückseigner waren zur Begehung eingeladen, aber vor Ort nicht anwesend.

Sabine Rieger betonte die Notwendigkeit, dass man „sich sicheren Fußes entlang der Straße bewegen kann“. Angesprochen wurde auch, ob man auf Parkstreifen entlang der Deutschordenstraße verzichten könne. „Werden die vielen Parkbuchten benötigt“, stellte René Hoffmann in den Raum. Alexandra Friedel ging einen Schritt weiter: „Ist ein Gehweg auf beiden Straßenseiten nötig oder hat man Zugewinn von einer Verbreiterung auf einer Seite?“ Karl Dambacher fand diesen Vorschlag gut, es gehe auch um weniger Versiegelung. Auch in den Außenbereichen seien beidseits Gehwege nicht nötig. René Hoffmann schlug Inseln mit festen Bäumen vor. Stephan Borst bat darum, die Überquerungshilfen ins Auge zu fassen. Karl Dambacher sprach den Kreuzungsbereich am Ende der Deutschordenstraße an. Der Planer gab ihm Recht, das Projekt dürfe am Knotenpunkt Teckstraße nicht halt machen. Harald Wörner ging auf den „Dauerbrenner Kreisel Teckstraße“ ein. Stephan Borst fügte hinzu, dass dieses Thema unbedingt Eingang ins Projekt finden müsse. „Wir haben das schon zwei Jahre im Haushalt und nichts hat sich getan“, fügte der Ortsvorsteher hinzu. Schließlich ist da noch der Kirchplatz, der ihm wichtig ist. „Wir sollten diesen herrlichen Platz durch Bäume aufwerten“, sagt Gentner. Mit Sitzplätzen und einem Treffpunkt vor der Kirche. „Wir beschäftigen uns mit weltlichen Themen, da ist der Kirchengemeinderat gefragt“, sagte Jörg Mößner. Schließlich ermunterte der Ortsvorsteher dazu, kollektiv anzupacken. Pro Waldhausen.

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