Wie Waldhausen noch schöner wird

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Auf dem sogenannten Maibaumplatz stellte Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle (mit Mikrofon) die Beteiligungsaktion „PINmit!“ vor. Vor ihm steht Ortsvorsteher Patrizius Gentner, rechts Jörg Hiller vom Büro IDEEn.
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Mit dem Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle, Ortsvorsteher Patrizius Gentner und Fachleuten für nachhaltige Kommunikation gehen Bürgerinnen und Bürger durch den Ort.

Aalen-Waldhausen

Zweite Station der Spaziergänge mit dem Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle im Rahmen der Aktion „PINmit!“ zur Bürgerbeteiligung war am Mittwoch in Waldhausen. Zahlreiche Bürger nutzten bei bestem Wetter die Gelegenheit, um ihre Anliegen zur Entwicklung des Teilortes vorzubringen und sich die Ergebnisse des neuen Beteiligungskonzepts anzuhören. Von Ende März bis Ende Mai hatten 82 Bürgerinnen und Bürger des Ortes ihre Vorschläge bei „PINmit!“ eingebracht. Treffpunkt war der sogenannte „Maibaumplatz“, normalerweise eine fast idyllische, parkähnliche Grünfläche mit Bänken und einem Brunnen an der Hauptdurchgangsstraße.

Nur jetzt durch die Sperrung der Ebnater Steige sei er durch noch mehr Durchgangsverkehr belastet und belästigt, wie Steidle zur Begrüßung feststellte. Die Einwohner könnten stolz sein auf ihren Ort, er hätte die richtige Größe und dafür eine gute Infrastruktur, gute Vereine und eine tolle Lage.

Es sei einiges passiert in den vergangenen Jahren, trotzdem gebe es noch viel Entwicklungspotenzial, um den Ort noch lebenswerter zu machen. Steidle stellte mehrere Mitarbeiter aus dem Stadtplanungsamt vor. Ortsvorsteher Patrizius Gentner ergänzte, man wolle mit Beteiligung der Einwohner die Entwicklung des Teilortes weiter treiben.

Das Projekt wird für die alle Teilorte begleitet von den Fachbüros „IDEEn“ und „Sippel & Buff“. Deren Vertreter Jörg Hiller und Thomas Sippel erläuterten die Ergebnisse und Anregungen auf dem Spaziergang. Er führte zu drei beispielhaften Plätzen. Sie waren angetan von der Ernsthaftigkeit und Sachlichkeit der eingegangenen Vorschläge. „Sie wollen für ihren Ort etwas erreichen“, sagte Hiller.

Maibaumplatz: Ihn möchten viele Bürger aufgewertet sehen. Vorschläge dazu waren das Anlegen von Blühflächen, das Aufstellen von mehr Bänken und einem Tisch und deren bessere Pflege, um Ausflügler zum Rasten einzuladen. Ein weiterer Vorschlag war der Bau eines Brotbackofens. Steidle und Gentner sagten zu, im Ortschaftsrat einige der Anregungen zu beraten. Der Bürgermeister machte auch auf die Möglichkeiten aufmerksam, die die Förderprogramme der Stadt den Anwohnern für ihr Privatgrundstück bei Begrünung und Fassadenerneuerung bieten.

Blessingareal: An der Simmisweiler Straße ist dieses Areal eine große Freifläche. Neben Wohnbebauung in Form von Tiny Houses, Mehrfamilienhäusern oder auch mit neuen Wohnformen wie einem Mehrgenerationenhaus sehen mehrere Vorschläge hier die Möglichkeit der Einrichtung eines Repair Cafés oder eines Büros für „Co-Working“, eines Mietbüros.

Rathausplatz/-Umgebung: Diesen Bereich betrafen die meisten Vorschläge. Auf dem Weg dorthin hatte Hiller auf mögliche Verbesserungen bei Gehwegen hingewiesen, auf optisch „nicht so tolle“ Fassaden. „Aus vielen Vorschlägen dringt der Wunsch nach mehr Herzlichkeit und Freundlichkeit mit Begrünung, Grüninseln mit Bänken, erneuerten Fassaden – und die Verringerung der Durchfahrtsgeschwindigkeit im Bereich des Rathauses“, sagte Hiller. Eine Bürgerin wies darauf hin, dass der Zebrastreifen am Rathaus Teil des Schulwegs sei – und viele Autofahrer bei Kindern nicht halten würden. Abschließend gab es bei einer kleinen Hocketse weitere Gelegenheiten zu Gesprächen mit den Vertretern des Stadtplanungsamtes und den Fachleuten.

Sie wollen für ihren Ort etwas erreichen.“

Jörg Hiller, IDEE-N. Büro für Kommunikation
Wolfgang Steidle (l.) und Patrizius Gentner führen zum nächsten Gesprächsort.

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