Wann lädt der See zum Campen?

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Campen auf der Südwestseite des Härtsfeldsees entlang der Egau (Fläche im Hintergrund). Diese Idee wollen Ralf Eberhardt aus Dischingen und seine Schwester Susanne Ganzenmüller aus Auernheim realisieren.
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Wie zwei ortsansässige Investoren am Härtsfeldsee gerne den sanften Tourismus fördern wollen. Das ist der aktuelle Stand und was Bürgermeister Alfons Jakl dazu sagt.

Dischingen

Campen am Härtsfeldsee? Ja. Ralf Eberhardt aus Dischingen und seine Schwester Susanne Ganzenmüller aus Auernheim möchten an der Südwestseite des Härtsfeldsees entlang der Egau auf rund 3,3 Hektar einen Campingplatz mit 150 Plätzen einrichten und diesen auch selbst betreiben. „Dort sind gerade Felder mit Monokulturen. Später einmal sollen hier wieder Bäume und Büsche stehen und alles blühen“, stellen sie ihr Vorhaben bildlich dar. „Wir sind von Kindheit an campingaffin“, sagen sie und setzen auf naturnahen und sanften Tourismus. „Die Region ist dafür wie geschaffen und braucht auch dringend weitere Übernachtungsmöglichkeiten“, schätzen sie die Lage ein.

Unterstützung bekommen sie nach eigenen Angaben von vielen Seiten, auch aus weiten Teilen der Bevölkerung. Ihre Idee präsentieren sie der Gemeinde. Dem folgt ein Termin beim Landratsamt. Alle maßgebenden Fachbereiche geben eine erste, positive Einschätzung. K.o.-Kriterien gibt es bisher nicht. Die Fläche liegt weder im Landschafts- oder im Naturschutzgebiet noch im FFH-Gebiet. „Die Fläche ist als Erholungsfläche ausgewiesen. Es spricht nichts dagegen, hier einen Campingplatz einzurichten“, heißt es vonseiten des Regionalverbands.

Doch die Geschwister haben „Konkurrenz“. Ein weiterer Investor hat bereits die Absicht erklärt, parallel zum angedachten Campingplatz am anderen Egau-Ufer 35 Wohnmobilstellplätze einzurichten. „Da ist die artenschutzrechtliche Prüfung schon beauftragt. Sie erstreckt sich über ein Jahr. Sobald wir die Ergebnisse haben, können wir das alles eher einschätzen“, sagt Dischingens Bürgermeister Alfons Jakl.

Doch nicht alle freut die Idee. Aktuell lehnen der Arbeitskreis Heidenheim des Landesnaturschutzverbands Baden-Württemberg und der Naturschutzbund-Kreisverband Heidenheim (Nabu) die Planungen für einen Campingplatz am Härtsfeldsee von vorneherein kategorisch ab.

Darüber zeigt sich Bürgermeister Alfons Jakl doch etwas verwundert: „Arbeitskreis und Nabu hätten einfach die Gemeinde fragen können, wo wir gerade stehen“, bemerkt er dazu und sprich Klartext: „Der Gemeinderat sieht zum jetzigen Zeitpunkt keinen Grund, einfach Nein zu sagen.“ Sofern es keine Hinderungsgründe gäbe, sei auch die Gemeinde bereit, das Verfahren positiv zu begleiten. „Jetzt liegt es am Investor, über ein Planungsbüro einen Bebauungsplanentwurf zu machen“, sagt Jakl. Dieser gehe dann in den Gemeinderat. Der entscheide. „Wir werden sehen, welche Stellungnahmen kommen. Dort werden ja dann alle Behörden und Fachverbände abgefragt.“

Und die Investoren? Die sind grundsätzlich optimistisch. „Wir stehen eigentlich ganz am Anfang und müssen jetzt erstmal vom weiteren Grundstückskauf über Infrastrukturfragen bis zu den Verfahren viele Unwägbarkeiten abklären“, sagen die beiden.

Eröffnung 2024?

Sie hoffen darauf, dass sie den Campingplatz am Härtsfeldsee realisieren können. „April 2024 haben wir für eine Eröffnung angedacht, um ein Ziel zu haben“, sagen die beiden Investoren augenzwinkernd und wissen, welche Hürden noch auf sie warten.

Die Region ist dafür wie geschaffen.“

Ralf Eberhardt, Investor

Campen im Naherholungsgebiet

Mit erweitertem Kiosk, mit großen Liege- und Spielflächen, der zukünftigen Endstation der Museumsbahn und der in unmittelbarer Nähe liegenden Burg Katzenstein wird die Attraktivität des Naherholungsgebietes im Egautal zwischen Neresheim und Dischingen aktuell forciert.
Geht es nach den Investoren, soll es in naher Zukunft hier auch einen Campingplatz mit 150 Plätzen und daneben noch einmal 35 Wohnmobilstellplätze geben.

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