Warum die Kösinger Räte sehr zufrieden sind

Wie das neue Baugebiet Taläcker ausschauen soll und wie der Zeitplan dafür ist.

Neresheim-Kösingen. Mit dem vorgelegten städtebaulichen Entwurf für das Baugebiet Taläcker war der Kösinger Ortschaftsrat in seiner jüngsten Sitzung im Vereinsheim der Faschingsfreunde hoch zufrieden, da hierzu die Wünsche und Anregungen des Gremiums berücksichtigt worden waren. Nicht anfreunden kann sich das Gremium mit dem neuen Regionalplan, weil er für Kösingen nur eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten vorsieht.

Neue Erstaufnahmestation

Bei der Bürgerfragestunde kam die Nachfrage, was mit dem Haus in der Frickinger Straße 15 in Kösingen passiert. Ortsvorsteher Dirk Hoesch antwortete: „Das Haus wurde an die Firma Haug & Partner aus Aalen verkauft, die hier eine Inobhutnahme-Station/Erstaufnahmestation für Jugendliche einrichten wird. Es sollen zwischen sechs und acht Jugendliche im Alter zwischen zehn und maximal 18 Jahren untergebracht werden. Tagsüber kümmern sich zwei Betreuer und nachts ein Betreuer um die Jugendlichen. Es sollen keine straffälligen Jugendlichen aufgenommen werden“.

Baugebiet Taläcker

Dem vorgelegten städtebaulichen Entwurf, der „Variante 2 B“, der stadtlandingenieure Ellwangen für das Baugebiet Taläcker stimmte der Ortschaftsrat einstimmig zu. Er berücksichtigt alle vorgetragenen Wünsche und Anregungen des Gremiums. Es gibt kleinere und größere Bauplätze, die eine Größe ab rund 550 bis zu 1110 Quadratmeter haben. Zudem sind acht Parkplätze am Wendehammer vorgesehen, ein Spielplatz und ein Weg zum Talweg sind eingeplant. Es ist weder ein Mischgebiet noch ein reines Wohngebiet, sondern ein dörfliches Wohngebiet.

Nach dem „zeitlichen Fahrplan“ erkundigte sich Ratsmitglied Dino Kunick. Ortsvorsteher Hoesch: „Im Frühjahr 2023 soll der Bebauungsplan stehen.“

„Werden alle Bauplätze erschlossen?“, wollte Ortschaftsrat Matthias Wengert wissen und Kollege Philipp Wengert fragte nach der in vorhergehenden Sitzungen angesprochenen Agrothermie.

„Vermutlich werden alle Plätze in einem Zug erschlossen. Hinsichtlich der Agrothermie sind das Stadtbauamt und die stadtlandingeure dran“, so Hoesch. „Es ist wichtig für Kösingen, dass es Bauplätze gibt“. Was die Emissionsmessungen betreffe, sei an maximal neun Tagen eine geringe Belastung mit Emissionen durch den in der Nähe befindlichen landwirtschaftlichen Betrieb zu erwarten.

Neuer Regionalplan

„Der neue vorgelegte Regionalplan vom Regionalverband Ostwürttemberg legt bis 2035 die Entwicklungsmöglichkeiten für uns in Kösingen, Hohlenstein und das Wochenendhausgebiet Rotenberg fest“, informierte Hoesch. Beispielsweise könne eine im Regionalplan als landwirtschaftlich gekennzeichnete Fläche nur schwer in ein Baugebiet umgewandelt werden. Wenn ein neues Baugebiet kommen soll, werde vorab in den Regionalplan geschaut, wie die betreffende Fläche gekennzeichnet ist, erläuterte Hoesch.

Die Ortschaftsräte waren sich einig, dass Tiny-Häuser am besten ins Wochenendhausgebiet Rotenberg passen würden. Sie diskutierten, wo es Möglichkeiten gibt, die Orte weiterzuentwickeln, und einigten sich, für Kösingen und Hohlenstein die Erweiterungen so einzuzeichnen, damit beide Dörfer sinnvoll abgerundet werden und für das Rotenberg eine mögliche Erweiterung in Richtung Kösingen vorzusehen.

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