Alte Wohnung gekündigt, neues Haus abgebrannt: Junge Familie aus Lauchheim sucht Zuhause

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Dominik und Sabrina aus Lauchheim planten schon den Umzug in ihr neues Zuhause. Doch daraus wird nichts mehr. Das Haus ist unbewohnbar.
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Der Traum vom neuen Zuhause für eine junge Familie aus Lauchheim ist abgebrannt, der alte Mietvertrag bereits gekündigt. Nun steckt die dreiköpfige, bald vierköpfige Familie in der Klemme.

Lauchheim 

Es hätte das Happy End einer langen Suche werden können: ein nettes Häuschen, mit Garten für die kleine Tochter und genügend Platz für das Baby, das auf dem Weg ist. Sogar die zwei Hauskatzen und der Chihuahua von Sabrina und Dominik aus Lauchheim dürfen mit. Doch: Der Traum ist geplatzt. Oder eher abgebrannt. Das Doppelhaus, das kürzlich in Lauchheim brannte, sollte das neue Zuhause der jungen Familie aus Lauchheim werden. In zwei Wochen sollte der Umzug starten. Besonders kritisch an der Situation: Der alte Mietvertrag der Familie ist gekündigt - und das lässt sich nicht mehr ändern.

"Dass es so weit kommt, hätten wir auch nicht gedacht", sagt Dominik. Der 30-Jährige steht vor der Ruine, die das neue Heim seiner Familie werden sollte. Anfang Mai hätte das junge Paar mit seiner Tochter und den drei Haustieren einziehen können, der Schlüssel war bereits übergeben. Aber zum Einzug wird es nicht mehr kommen. Das Doppelhaus ist unbewohnbar. "Wir haben schon seit Jahren nach einem Haus gesucht, das wir bezahlen können", sagt Sabrina, "und jetzt kommt sowas".

Haus unbewohnbar

Die 28-Jährige ist Mutter, erwartet gerade das zweite gemeinsame Kind. Dominik ist bei einem Unternehmen in Oberkochen angestellt. "Jetzt suchen wir wie blöd nach einem neuen Zuhause", sagt der Familienvater. Denn der Mietvertrag für die alte Wohnung in Lauchheim ist gekündigt. Weiterhin dort wohnen? Geht nicht. Ob das durch den Brand beschädigte Haus wieder bewohnbar wird, "bezweifle ich ganz arg", sagt Dominik, "ich vermute stark, dass es einen neuen Bauplatz gibt". 

Das junge Paar berichtet, wie schwer es aktuell sei, Wohnungen und Häuser zu finden. "Wir sind schon kräftig am Suchen. Aber wir sind nicht die einzigen." Auch preislich sehe es auf dem Immobilienmarkt nicht gerade rosig aus. Wichtig ist der Familie, dass sie im Raum Aalen wohnen bleiben können, da die dreijährige Tochter in ihrem Kindergarten in Wasseralfingen bleiben soll. 

"Es war genau das, was wir haben wollten", erzählen die Beiden. Ein Haus mit Garten, genug Platz für Kinder, die zwei Hauskatzen und den Hund. "Selbst wenn wir unsere Tiere weggeben würden, so schnell findet man niemanden." Bei der Suche einer neuen Unterkunft werden sie von Freunden und Bekannten unterstützt.

Unterstützung von der Verwaltungsspitze

Auch Bürgermeisterin Andrea Schnele tut, was sie kann. "Wir haben gerade eine Datenbank bezüglich ukrainischer Flüchtlinge", berichtet sie. So habe sie einen Überblick, wo es Wohnungen oder Häuser für die Familie geben könnte. "Dann vermittle ich die Kontakte." Sie sei froh, dass niemand beim Brand verletzt wurde und der 86-jährige Bewohner der anderen Haushälfte gerettet wurde. Für den Retter hat auch die junge Familie Respekt. "Ich finde es super, dass er das gemacht hat", sagt Sabrina, "das hätte nicht jeder gemacht". Dennoch, die Situation der jungen Familie "ist auch ein Schicksal", sagt Schnele. "Ich hoffe, dass es bei ihnen schnell klappt."

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