Deutlich mehr Platz im Bürgerhaus

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Ein östlicher Anbau am Bürgerhaus Hülen soll mehr Platz schaffen. Das Bürgerhaus „Alte Schule“ in Hülen war Thema im Rat. Archivfoto: we
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Was gemacht werden soll, was es kostet und welche Rolle Begrünung und Regenwasser spielen.

Lauchheim. Bei der vergangenen Gemeinderatssitzung in Lauchheim wurde die Stadtkernsanierung III vorläufig abgeschlossen. Martin Keller von der STEG blickte nochmals zurück. „Für so eine kleine Stadt sind drei Sanierungsgebiete etwas Besonderes,“ sagte er. Insgesamt wurde für diese dritte Sanierung ein Förderrahmen von 4,75 Millionen Euro bewilligt.

„Sie müssen wirklich einen guten Ruf in Stuttgart genießen,“ stellte Keller fest. Seit 1987 begleitet er die Sanierung der Stadt, nun geht Martin Keller in den Ruhestand. Bürgermeisterin Andrea Schnele dankte ihm für seine Arbeit und überreichte zum Abschied ein Geschenk. Als Nächstes steht bereits die Stadtkernsanierung IV in den Startlöchern. Hierzu wird am 4. Oktober eine offene Bürgerwerkstatt stattfinden.

Ein weiterer Punkt in der Gemeinderatssitzung in Lauchheim war die Erweiterung des Bürgerhauses in Hülen. Architektin Cora Kais-Fröhlich stellte ihre Konzeption für den Neubau vor. Der Anbau im Osten soll im Erdgeschoss eine Nutzungsfläche von 142 Quadratmetern erhalten. Die Toiletten-Anlagen werden vom Rest des Gebäudes getrennt und können auch von außen betreten werden. Ein Geselligkeitsraum mit einer Fläche von 120 Quadratmetern mit Teeküche soll hier entstehen. Dazu Lagerräume für Putzutensilien und Getränke. Im Obergeschoss, mit einer Nutzfläche von 165 Quadratmetern ist der Sitzungssaal für circa 30 Personen vorgesehen. Ein Mehrzweckraum für Vereine, der in drei Teile getrennt werden kann und einen Zugang auf den Balkon bietet. Der Balkon soll auch als Beschattungselement für die unteren Räume dienen. Für eventuelle Notfälle kann der Balkon auch als Rettungsweg herangezogen werden. Die Ausführung soll mit einer Rundung nach Osten das Gebäude auflockern, ein extensiv begrüntes Flachdach erhalten und in Massivbauweise mit Vollwärmeschutz errichtet werden. Dazu stellte Kais-Fröhlich verschiedene Varianten vor. „Wir wollen so wenig wie möglich abreißen,“ stellte sie klar. Eine Absage erteilte sie der Überlegung, Regenwasser für die WC-Anlage zu verwenden. „Der Aufwand ist zu groß, wir müssen die Toiletten dann komplett neu machen,“ erklärte sie. Im privaten macht dieses vielleicht Sinn, aber nicht bei öffentlichen Gebäuden. Die voraussichtlichen Baukosten bezifferte die Architektin auf circa 976 000 Euro. Wobei hier die zurzeit gültigen Werte herangezogen wurden.

Nun sollen Anträge beim ELR und dem Ausgleichsstock gestellt werden. ⋌Michael Scheidle

Heizung Bauhof: Pellet oder Hackschnitzel?

Westhausen. Für den Umbau und Erweiterung des Bauhofes wurde die Konzeption für die Heizungserneuerung vorgestellt. Claus Dvoracek, der als Fachplaner bereits mehrere Baumaßnahmen in Lauchheim begleitet hat, informierte die Gemeinderäte über die Pläne. „Diese wurden mit heißer Nadel gestrickt,“ gestand er, da alles sehr kurzfristig ablief. Deshalb hatte Wolfgang Dambacher zu Beginn der Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, keine Entscheidung in diesem Punkt zu treffen.

Dvoracek hatte die Kosten zwischen Pelletheizung und Hackschnitzel verglichen. Wobei die Preise aufgrund des kurzen Zeitfensters geschätzt wurden. Hierbei würde eine Pelletheizung günstiger kommen. Eva Rösler warf jedoch ein, dass Hackschnitzel im eigenen Wald der Gemeinde produziert werden können und so, die Anlage langfristig billiger wäre. Wolfgang Dambacher plädierte für eine zusätzliche Solarthermie-Anlage. So wurde Claus Dvoracek beauftragt, für diese Kombination eine Detailplanung zu erstellen und für die Förderung einzureichen. ⋌mj

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