Fußgängerüberweg unwahrscheinlich

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Warum das Ergebnis der lang ersehnten Verkehrszählung ernüchtert.

Lauchheim-Hülen.  Eine Verkehrszählung sollte es möglich machen: Hülen hofft schon lange auf einen Fußgängerüberweg. Sei es nun in der Aalener Gasse auf Höhe des Kindergartens oder auf der Härtsfeldstraße (L1076) nördlich des Knotenpunkts Härtsfeldstraße/Aalener Gasse/Kirchenweg.

Jahrelanges Warten

Auf Antrag der Stadtverwaltung Lauchheim und des Ortschaftsrats Hülen sollten diese Bereiche bereits im Nachgang einer Verkehrsschau vom Oktober 2019 überprüft werden. Seinerzeit wurde zunächst festgehalten, dass es keine gesicherten Querungshilfen für Fußgänger gebe.

Wie Ortsvorsteherin Eva Rösler nun in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats Hülen informierte, erfolgte nun endlich die erwünschte Zählung von Fußgängern und Fahrzeugen. Die Ergebnisse der Straßenmeisterei Aalen benannte Rösler wie folgt:

Aalener Gasse: An einem Dienstag wurden von 7 bis 9 Uhr 27 durchschnittliche Fußgänger, 14 besonders schutzbedürftige Fußgänger und 220 Fahrzeuge gezählt. Von 15 bis 17 Uhr lagen die Zahlen bei drei, zwei und 189.

Härtsfeldstraße: Hier wurde an einem Freitag in drei Zeitfenstern gezählt. Von 6.30 bis 8.30 Uhr waren es drei durchschnittliche Fußgänger, zwei schutzbedürftige Fußgänger und 788 Fahrzeuge. Von 11 bis 13 Uhr sieben, vier und 365. Und schließlich von 15 bis 17 Uhr fünf durchschnittliche und drei schutzbedürftige Fußgänger und 686 Fahrzeuge. Letzteres Ergebnis lag beim Fußgängeraufkommen zunächst weitaus höher. Wegen eines St. Martins-Umzug mussten die Werte jedoch reduziert werden. 

Ernüchterndes Ergebnis

Für die Hülener Räte war die Verkehrszählung eher ernüchternd. „Da haben wir ewig gewartet, bis die Verkehrszählung durchgeführt wurde, und jetzt bringt sie nichts“, bedauerte Rösler. Auch Ortschaftsrat Thomas Drefs glaubt nicht, dass die Fußgängerzahlen reichen werden.

Gefühlt immer mehr Verkehr

Josef Lindenmeier beschrieb seinen Eindruck: „Wir hatten noch nie so viel Verkehr wie in diesem Jahr.“ Doch auch hier wusste die Ortsvorsteherin offizielle Zahlen. „Laut Mitteilungen der Polizei führten im Jahr 2022 nur zwei mehrstündige nächtliche Vollsperrungen auf der Autobahn A7 und zwei kurzfristige Sperrungen zu einer Umleitung durch Hülen.“ Hingegen war unter den Räten von Staus auf der A7 die Rede und vom Schwerlastverkehr, der mittels Navi durch Hülen donnere. Die würden leider nicht registriert.

⋌Doris Weber

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