Hoher Zaun: kein Einvernehmen

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Wer hat den Kreisel so bepflanzt? Fürs Mähen sei jedenfalls das Land zuständig, war von Ortsvorsteherin Eva Rösler zu erfahren

Was in Hülen besprochen wurde und wer für den Kreisel vor Schloss Kapfenburg verantwortlich zeichnet.

Lauchheim-Hülen. Wer will nicht gerne ungestört und ohne Einblick von außen in seinem Pool baden? In Hülen hat deshalb ein Hausbesitzer einen 1,80 Meter hohen Stabmattenzaun als Sichtschutz an die Grundstücksgrenze gesetzt. „Zu hoch“, wie von der Kreisbaumeisterstelle bekundet wurde. „Bei Einmündungen gilt ein Fünf-Meter-Bereich“, zitierte Hülens Ortsvorsteherin Eva Rösler in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats aus der Erklärung. „Hier sieht das Baurecht eine zulässige Höhe bei Einfriedungen von 80 Zentimetern vor.“ Als zu gefährlich beschreibt auch der Nachbar die Situation bei der Ausfahrt aus seinem Grundstück. Allein wegen einer einheitlichen Regelung wurde unter den Ortschaftsräten dann doch noch diskutiert, denn bei ähnlichen Anfragen müsse man später gleich verfahren. Dem Vorschlag des Kreisbaumeisters, das Einvernehmen zu untersagen, folgten sie am Ende einstimmig.

Unter Bekanntgaben informierte die Ortsvorsteherin Eva Rösler über aktuelle Vorhaben in Hülen. So werden in Sachen Friedhofsneukonzeption gerade die Ausschreibungsunterlagen vorbereitet und nach der Submission direkt im Gemeinderat Lauchheim behandelt. „Zur Dorfmitte laufen die Planungen eines Architekten. Sobald diese vorliegen, werden die Bürger mit einbezogen“, so Rösler. Beim neuen Wohnbaugebiet Wiesenweg I gehen die Verhandlungen weiter. Hier müsse man abwarten, was nun kommt.

„Kein Handlungsbedarf auf vorgeschaltetes Tempo 70“ lautet hingegen das Ergebnis einer Verkehrsschau. „Fantasieschilder, wie solche mit spielenden Kindern, dürfen dennoch aufgestellt werden“, hofft Rösler nun auf Bürgerinitiative.

Ob die hügelige Blumenwiese inmitten des Kreisels vor Schloss Kapfenburg so gewollt ist? Wildblumen sind Trend und das Arrangement mit Rotem Mohn könnte beabsichtigt sein. Auskunft gab Rösler zumindest darüber, wer die Fläche mähen müsse. „Hier ist das Land zuständig“, so die Ortsvorsteherin nach Fragen im Vorfeld.
Doris Weber

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