In Hülen sind die Bürger gefragt

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Ein östlicher Anbau soll mehr Platz schaffen. Das Bürgerhaus „Alte Schule“ in Hülen ist Thema einer Bürgerbefragung.
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Die „Alte Schule“ soll umgebaut werden. Über eine Fragebogen-Aktion erhalten Einwohnerinnen und Einwohner die Möglichkeit, Vorschläge zu machen für die Gestaltung. V

Lauchheim-Hülen

Zu Wort kommen und mitgestalten“ – so könnte man die Bürgerumfrage in Hülen nennen, bei der die Meinung zum geplanten An- und Umbau der „Alten Schule“ gefragt ist.

Schon das vom Umweltbundesamt geförderte Modellprojekt „Leben in zukunftsfähigen Dörfern“ aus den Jahren 2017 und 2018 sorgte in dem Teilort für rege Bürgerbeteiligung. Themengruppen wie Ökologie, Ökonomie, Kultur und Soziales wurden durchleuchtet und die aktuelle Situation im Dorf ausgewertet. Was den Bürgerinnen und Bürgern am meisten auf den Nägeln brennt und wie hoch der Schmerzpegel ist, zeigte eine Grafik. Auf der Bedarfsliste ganz oben fand sich ein Dorfmittelpunkt mit einem Haus der Vereine. Allein über die Ausführung fand man seinerzeit keinen Konsens.

Nun haben die Hülener Ortschaftsräte zusammen mit dem Architekturbüro Liebel, Bürgermeisterin Andrea Schnele und Stadträtin Renate Sterz Vorschläge zur Umgestaltung des Bürgerhauses erarbeitet, die in Form eines zehnseitigen Fragebogens im Ort an alle Haushalte verteilt wurden. „Ihre Meinung ist uns wichtig“, steht fettgedruckt auf dem Deckblatt und es wird gebeten, mitzumachen. Die Entwürfe zweier Varianten liegen bei. Gleichfalls wird das Interesse an möglichen Veranstaltungen abgefragt.

Wie sich das Bürgerhaus „Alte Schule“ in Hülen verändern soll

Im Grundsatz geht es beim Bürgerhaus um einen Anbau. Der soll im Obergeschoss einen großen Lagerraum erhalten für Vereine, Ortschaftsrat und für die Ortschaft Hülen. Der gefährliche Transport von Turngeräten über eine steile Treppe ins Dachgeschoss würde demnach hinfällig. Eine zentral gelegene Küche und zusätzliche WCs brächten kürzere Wege. Eine schalldichte Abtrennung zwischen den beiden vorhandenen Sälen würde eine gleichzeitige Nutzung bei Veranstaltungen ermöglichen. Bühne, Treppenhaus, Eingang sowie der jetzige Vereinsraum blieben im Wesentlichen bestehen. Dafür würde man in den bereits vorhandenen Schacht einen Aufzug einbauen.

Die beiden möglichen Varianten im Erdgeschoss unterscheiden sich im Wesentlichen in der Anordnung einer zusätzlichen Verteilerküche, dem Foyer sowie den neu entstehenden Vereins- und Sitzungsräumen.

Im Gespräch mit der Ortsvorsteherin Eva Rösler erfahren wir erste Rückmeldungen und Eindrücke während einer Sitzung des Ortschaftsrats Hülen. „Weil wir versprochen haben, dass wir das Vorhaben kurz erklären, sind rund 30 Bürgerinnen und Bürger zur Sitzung gekommen“, so die Ortsvorsteherin. „Manche wollten wissen, weshalb nur ein An- und Umbau geplant ist, wenn doch ein Neubau energetisch besser und im Verhältnis günstiger sein könnte.“ Auch die Frage nach dem Nutzen sei gestellt worden und ob man einen Vereinsraum für Begegnungen überhaupt brauche. Da ist sich Rösler sicher: „Die Wirtschaften drohen zu schließen, dann brauchen wir den Platz.“ Schon jetzt träfen sich verschiedene Gruppen im Bürgerhaus und es gäbe weitere Anfragen. „Wenn wir nichts haben, können wir nichts anbieten. Mit dem Anbau des Bürgerhauses kann es uns gelingen, mehr Leben in unser Dorf zu bringen.“ Dass die Vorschläge auch für gut befunden und gelobt wurden, darüber freut sich die Ortsvorsteherin. So wie über den bisherigen Rücklauf an Fragebogen. „Es gibt Bürger, die sich sehr viel Mühe gegeben haben.“

Es gibt Bürger, die sich sehr viel Mühe gegeben haben.“

Eva Rösler, Ortsvorsteherin
  • Rückmeldungen werden erbeten bis 18. Dezember
  • Das Verfahren: Noch bis zum 18. Dezember wird um Rückmeldung gebeten. Entweder durch Einwurf des ausgefüllten Fragebogens in die Wahlurne vor dem Bürgerhaus oder über die bekannte Adresse der Ortsvorsteherin Eva Rösler.

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